Aktualisiert 23.03.2011 23:22

Del Curto«An die Grenzen gehen – sonst werde ich sauer»

Der HC Davos ist in den Playoff-Final gestürmt. 20 Minuten sprach mit Trainer Arno Del Curto (54) über den Siegeszug, über sein Erfolgsrezept und
was ihn täglich antreibt.

von
Marcel Allemann
Fordert viel und gibt viel: Arno Del Curto treibt den HCD seit 1996 von Höhenflug zu Höhenflug – und ein Ende ist nicht in Sicht. (Keystone)

Fordert viel und gibt viel: Arno Del Curto treibt den HCD seit 1996 von Höhenflug zu Höhenflug – und ein Ende ist nicht in Sicht. (Keystone)

Arno Del Curto, der HCD hat ungeschlagen den Final erreicht. Hätten Sie so etwas vor den Playoffs für möglich gehalten?

Arno Del Curto: So etwas kann vorkommen, wenn alles perfekt läuft. Fribourg war zu Beginn der Viertelfinals mit uns auf Augenhöhe, doch gegen Ende der Serie spürte man, dass es in dieser Mannschaft in dieser Saison zu viele Probleme gab, sie war nicht mehr homogen. Und in den Halbfinals hätte Zug die beiden ersten Spiele auch gewinnen können. Zuletzt kam uns gegen den EVZ entgegen, dass wir permanent mit vier Linien durchgespielt haben. Wir hatten mehr Kraft.

Ist Ihre Mannschaft im Herbst zu einem Spitzenteam gewachsen, als Sie trotz vieler Verletzten bereits oben mitspielte?

Nein, gewachsen ist das alles in den letzten 15 Jahren. Aber klar, im Herbst gewannen wir auch wichtige Erkenntnisse. Wir wussten damals, dass wir stärker sein würden, wenn die Verletzten zurück sind.

Ist das aktuelle HCD-Team das beste, welches Sie je trainiert haben?

Das würde ich nicht sagen. Es gab schon viel Geniales, denken Sie nur an Thornton/Nash oder auch weiter zurück an Bohonos/Miller oder all die Jahre mit Josef Marha oder Reto von Arx.

Die ganze Schweiz zieht den Hut vor dem, was Sie immer wieder mit dem HCD zu Stande bringen. Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Trainieren.

Das machen andere doch auch.

Ich will, dass meine Spieler ständig an die Grenzen gehen. Es gibt nichts anderes. Wenn sie das nicht tun, werde ich sauer.

Was treibt Sie ständig an? Sich mehrfacher Meistertrainer nennen zu dürfen, wird es – so wie ich Sie kenne – kaum sein.

Wenn ich diesen Job schon mache, dann möchte ich auch, dass sich meine Mannschaft stets weiterentwickelt. Und zwar in allen Belangen.

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