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Fan-DiktatAn diese Regeln muss sich Neuer halten

Die Bayern-Ultras stehen mit Manuel Neuer auf Kriegsfuss. Damit die Situation nicht eskaliert, haben die Fans für den Torhüter einen Katalog mit Benimm-Regeln aufgestellt.

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Manuel Neuer hat in München einen schweren Stand. (Bild: Keystone)

Manuel Neuer hat in München einen schweren Stand. (Bild: Keystone)

«Du kannst noch so viele Bälle parieren, wir werden dich nie in unserem Tor akzeptieren.» Mit dieser Plakat-Aufschrift «begrüsste» die Ultra-Gruppierung Inferno Bavaria '01 Torhüter Manuel Neuer bei dessen erstem Auftritt im Bayern-Trikot. Während sich der «Durchschnittsfan» über die Ankunft des Nationalkeepers gefreut hat, ist Neuer den Ultras ein Dorn im Auge.

Noch immer sehen sie in Neuer denjenigen Schalker, der im April 2009 nach einem 1:0-Sieg in München eine Eckfahne aus dem Boden riss und anschliessend jubelte - genau wie 2001 sein legendärer Vorgänger Oliver Kahn beim Last-Minute-Gewinn der deutschen Meisterschaft in Hamburg.

Erfolgloses Geheimtreffen

Bei einem Geheimtreffen in der vergangenen Woche hatten sich die Bayern-Verantwortlichen, Neuer und die Ultra-Gruppierungen an einen Tisch gesetzt. Ziel war es, den Konflikt aus der Welt zu schaffen. Doch die fünf Ultra-Fanklubs blieben dickköpfig und konnten sich nicht mit dem Torhüter aussöhnen. Im Gegenteil: Die Ultras gaben Neuer fünf Benimm-Regeln durch. Wenn er sich daran halte und eine respektvolle Distanz wahre, würden sie auf weitere Proteste und Fan-Aktionen verzichten.

Neuers Patzer

Und so sehen die Benimm-Regeln gemäss der «Sport-Bild» aus:

1. Neuer darf nie mit dem Megafon die Fangesänge vorgeben.

2. Neuer darf sich nie vor die Mannschaft knien, um das «Humba»-Lied zu intonieren.

3. Neuer darf sich nicht der Südkurve, wo die Bayern-Ultras stehen, nähern.

4. Neuer darf nie sein Trikot in die Kurve werfen.

5. Neuer darf nie das Bayern-Wappen auf dem Trikot küssen.

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