Aktualisiert 22.04.2015 15:22

Unterlassene Nothilfe

An Unfall vorbeigefahren – Gericht verhängt Busse

Die Genfer Justiz hat zwei Lenker verurteilt, die an einem tödlichen Raserunfall vorbeigefahren waren. Der Anwalt einer der beiden kritisiert das Urteil.

Beim Unfall im Jahr 2012 wurde eine Person tödlich verletzt.

Beim Unfall im Jahr 2012 wurde eine Person tödlich verletzt.

Ein Buschauffeur und ein Autolenker sind von der Genfer Justiz wegen Unterlassung von Nothilfe zu bedingten Geldstrafen und Bussen verurteilt worden. Sie waren 2012 wenige Minuten nach einem tödlichen Raserunfall weitergefahren.

Der Anwalt des Buschauffeurs bestätigte am Mittwoch auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von 20 Minutes. Er kritisierte zugleich den Schuldspruch, weil sein Mandant eine Minute und 40 Sekunden nach dem Zusammenstoss angekommen sei und bereits als elfter Fahrzeuglenker den Unfallort passiert habe.

Mit Tempo 110 in stehendes Auto geprallt

Es hätten sich bereits viele Menschen bei den verunfallten Autos befunden. Dennoch werde der Buschauffeur das Urteil wohl nicht anfechten, weil er einen Schlussstrich ziehen wolle, sagte der Anwalt.

Beim Unfall in Vernier GE kam ein Autofahrer ums Leben, der an einem Rotlicht gewartet hatte. Ein betrunkener Raser prallte nach einem Rennen mit Tempo 110 in das stehende Auto. Die Beteiligten des Raserrennens müssen sich voraussichtlich im Sommer vor Gericht verantworten. (sda)

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