Aktualisiert 23.07.2018 10:51

Blue-Balls-Fotografin«Analoge Fotografie ist die ehrlichste Form»

Leonn Ward schoss das Foto für das Blue-Balls-Festival-Plakat. Wir haben mit der irischen Fotografin über das perfekte Foto, Instagram und ihren ersten Besuch in der Schweiz gesprochen.

von
anh
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Sie arbeitete einst in einem American-Apparel-Laden und ist heute gefragte Fotografin: Leonn Ward am Blue Balls 2018.

Sie arbeitete einst in einem American-Apparel-Laden und ist heute gefragte Fotografin: Leonn Ward am Blue Balls 2018.

Oskar Moyano/Custom Images
Das Blue-Balls-Plakat war das erste Projekt, das Leonn Ward in dieser Form realisiert hat. Sie freue sich sehr über das Foto, das sie von Keir geschossen habe, sagt sie gegenüber 20 Minuten.

Das Blue-Balls-Plakat war das erste Projekt, das Leonn Ward in dieser Form realisiert hat. Sie freue sich sehr über das Foto, das sie von Keir geschossen habe, sagt sie gegenüber 20 Minuten.

Blue Balls
Wir haben Leonn Ward mit ihrer Kamera durch Luzern geschickt und sie als Touristin fotografieren lassen. Die Kapellbrücke durfte als Postkarten-Sujet natürlich nicht fehlen. Ihr Kommentar: «Eine magische Brücke, die aussieht wie die Brücke in den Harry-Potter-Filmen.»

Wir haben Leonn Ward mit ihrer Kamera durch Luzern geschickt und sie als Touristin fotografieren lassen. Die Kapellbrücke durfte als Postkarten-Sujet natürlich nicht fehlen. Ihr Kommentar: «Eine magische Brücke, die aussieht wie die Brücke in den Harry-Potter-Filmen.»

Leonn Ward

Vom diesjährigen Plakat für das Blue Balls Festival schaut einem Musiker Keir mit intensivem Blick in die Augen. Eingefangen hat den Moment Fotografin und Regisseurin Leonn Ward – mit einer analogen Kamera, wie sie im Gespräch mit 20 Minuten verrät.

«Analoge Fotografie ist die rohste und ehrlichste Form dieser Kunst», begründet Leonn ihre Wahl des Mediums. Auch wenn die Fotos dann nicht immer perfekt werden? «Diese nicht perfekten Augenblicke sind das, was den Job für mich erst so richtig interessant machen.»

Auf Umwegen zum Beruf

Bevor die gebürtige Irin zur Fotografie fand, beschäftigte sie sich an der Uni jedoch mit klassischer Musik und Französisch. «Ich studierte die Fächer ein volles Jahr, bevor ich mir eingestehen musste, dass das Studium einfach viel zu schwer ist für mich», sagt sie lachend.

Nach ihrem abgebrochenen ersten Studium schrieb sich Leonn an einer Modeschule ein. «Ich arbeitete in einem Laden von American Apparel und fotografierte nebenbei die Kleider für den Online-Shop, um mir etwas dazuzuverdienen. So kam ich am Ende zur Fotografie», erklärt sie.

«Ich kann gar nicht abschalten»

Und die Mode ist bis heute fester Bestandteil ihrer Arbeit geblieben: In Leonn Wards Portfolio finden sich unter anderem Kampagnen für Asos, Stella McCartney und Nike.

Hat Leonn auch in Luzern zur Kamera gegriffen? «Definitiv! Ich kann gar nicht abschalten, mein kreativer Kopf arbeitet rund um die Uhr. Man kann ja nie wissen – vielleicht verbirgt sich hinter der nächsten Strassenecke ein Topmotiv.»

Welche Fotos Leonn bei ihrem ersten Besuch in der Schweiz geschossen hat, siehst du in der Bildstrecke oben.

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