Analyst: Probleme der Swiss sind nicht gelöst
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Analyst: Probleme der Swiss sind nicht gelöst

In diesem Rhythmus könne die Swiss alle zwei Jahre ähnliche Restrukturierungen anreissen, ohne die grundlegenden Probleme der Gesellschaft zu lösen. Die einzige Lösung sei eine Übernahme der Swiss durch die Lufthansa.

Die Restrukturierung der Fluggesellschaft Swiss ist aus der Sicht von Analysten nötig gewesen. Sie sichere das Überleben der Fluggesellschaft auf lange Sicht aber nicht. An der Börse wurden die Pläne positiv aufgenommen.

Die Fluggesellschaft verliere an Attraktivität, sagte Jérôme Schupp, Analyst bei der Banque Syz & Co. Mit der erneuten Restrukturierung hätte das Swiss-Management die Frage nach dem langfristigen Überleben des Unternehmens nicht beantwortet, sagte Schupp.

In diesem Rhythmus könne die Swiss alle zwei Jahre ähnliche Restrukturierungen anreissen, ohne die grundlegenden Probleme der Gesellschaft zu lösen, heisst es.

Die einzige Lösung zur langfristigen Sicherung sei eine Übernahme der Swiss durch die deutsche Lufthansa, sagte Schupp. Die Restrukturierungen könnten aber eine Integration in die Lufthansa erleichtern, so dass die Lufthansa diese Arbeit nicht selber machen müsse.

Am Dienstagmittag wurde der Handel mit Swiss-Aktien wieder aufgenommen. Die Kurse starteten mit 10.1 Fr. um 7,4 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Der Handel war wegen den Verwaltungsrats-Diskussionen über die Restrukturierung seit Montag ausgesetzt gewesen.

Bis gegen 15 Uhr notierten sie dann wieder schwächer bei 9.62 Fr. 2,3 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Das Börsenbarometer SPI verlor geleichzeitig um 0,59 Prozent. Zeitweise erreichten die Kurse 10.75 Franken.

Nur knapp 14 Prozent der Aktien werden an der Börse gehandelt. Der Rest befindet sich in den Händen von Aktionären, die sich verpflichtet haben, die Titel bis mindestens Ende August 2005 zu halten.

(sda)

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