Dokumentarfilm: Ananaskönig kämpft um Farm in Afrika
Aktualisiert

DokumentarfilmAnanaskönig kämpft um Farm in Afrika

Johann Dähler musste vor zehn Jahren seine Ananas-Farm in der Elfenbeinküste verlassen. Nun will er sie zurück. Ein Filmteam hat ihn auf seiner Reise nach Afrika begleitet.

von
Sascha Schmid
Der Ananaskönig Johann Dähler (58) will zurück zu seiner Farm in der Elfenbeinküste. Am Montag wird über ihn auf SF1 um 22.20 Uhr ein Dokumentarfilm gezeigt.

Der Ananaskönig Johann Dähler (58) will zurück zu seiner Farm in der Elfenbeinküste. Am Montag wird über ihn auf SF1 um 22.20 Uhr ein Dokumentarfilm gezeigt.

Der gebürtige Appenzeller Johann Dähler (58) wurde in den 90er-Jahren als «Ananaskönig» berühmt, weil er die grösste Plantage der Elfenbeinküste betrieb. Doch 1999 ging alles bachab: Ein Bürgerkrieg brach aus und Dähler zerstritt sich mit der Deza (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit). Er verliess seine Plantage und baute eine neue in Costa Rica auf. «Doch die Farm in der Elfenbeinküste konnte ich nie vergessen. Ich habe mein Herz in Afrika verloren», so Dähler.

Zehn Jahre, einen Herzinfarkt und eine Nierentransplantation später nimmt er nun ­Anlauf, die Farm wieder zu kaufen. «Ich hatte damals viele Gummibäume gepflanzt, die nun erntereif sind. Ich will zu Ende führen, was ich begonnen hatte.» Im November kehrte er nun wieder zurück auf die Plantage und besuchte seine ehemaligen Arbeiter. ­Begleitet wurde er von Dokumentarfilmer Alain Godet. «Es war emotional und interessant zu sehen, wie Dähler am liebsten gleich wieder angepackt hätte», so Godet. In der jetzigen chaotischen Situation hofft Dähler darauf, dass der gewählte Alassane Ouattara als Staatspräsident an die Macht kommt: «Ich kenne ihn persönlich», so Dähler.

Godets Dokumentarfilm «Der Kampf des Ananaskönigs – Johann Dählers Irrfahrt zwischen Erfolg und Ruin» wird am Montag, 27. Dezember um 22.20 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.

Deine Meinung