Andermatt: Kaum Widerstand gegen das Riesen-Projekt
Aktualisiert

Andermatt: Kaum Widerstand gegen das Riesen-Projekt

Die geplante Resort-Anlage in Andermatt stösst offenbar auf keinen grossen Widerstand. Gegen den Teilzonenplan sind nur drei Einsprachen eingegangen. Die Umwelt- und Heimatschützer akzeptieren trotz Vorbehalten die Pläne.

Am 19. Februar ist die Einsprachefrist gegen den Teilzonenplan Tourismusresort Andermatt abgelaufen. Pro Natura, VCS, WWF, Mountain Wilderness, der Heimatschutz und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz haben von einer Einsprache abgesehen, wie sie am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben.

Die Gemeinderäte von Andermatt und Hospental zeigen sich darüber erfreut. Wie sie mitteilten, gingen auch sonst kaum Einsprachen gegen das Projekt ein. Von privater Seite habe es eine aus Andermatt und zwei aus Hospental gegeben. Die Gemeinderäte hoffen, mit den Einsprechern eine gütliche Einigung zu erzielen.

Gefahr von Sachzwängen

Auch wenn die Umwelt- und Heimatschutzorganisationen auf Einsprachen verzichten, so haben sie trotzdem Bedenken. So kritisieren sie das eingeschlagene Tempo. Das Ausmass des Vorhabens sei gigantisch und der Grad der Konkretisierung bislang gering. Die Gefahr von Sachzwängen sei gross, halten sie in ihrer Mitteilung fest.

Kritisch beurteilen die Organisationen auch die geplante Villenzone Unterbäz und die 18-Loch-Golfanlage, für die der Bedarfsnachweis fehle. Weiter finden sie, dass die Bevölkerung bei der Erarbeitung der Ortspläne nicht genügend einbezogen wurde.

Dass die Organisationen dennoch auf eine Einsprache verzichten, begründen sie damit, dass sie bereits einige Verbesserungen erzielt hätten. Sie erwähnen dabei unter anderem den Verzicht auf die Villenzone Rüssen und den zivilen Helikopterlandeplatz.

Stimmbürger entscheiden

Der Teilzonenplan Tourismusresort wird den Stimmberechtigten Andermatts am 30. März und jenen Hospentals am 29. April zur Genehmigung vorgelegt. Der Bundesrat hatte den übergeordneten Richtplan Ende Januar genehmigt.

Der Ägypter Samih Sawiris und seine Hotelgruppe Orascom wollen in Andermatt ein Tourismusresort mit 3000 Gästebetten und einem Golfplatz bauen. Von der Ferienanlage mit ihren Hotels, Appartements und Villen erhofft sich Uri einen Entwicklungsschub.

(sda)

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