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Andrea Klump: Die zwei Gesichter der früheren RAF-Frau

Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart hat am Donnerstag der Prozess gegen die mutmassliche frühere RAF-Anhängerin Andrea Klump begonnen.

Sie muss sich wegen eines gescheiterten Anschlags auf russische Juden verantworten.

Generalbundesanwalt Kay Nehm wirft Klump 33-fachen versuchten Mord und das Herbeiführen einer Sprengstoff-Explosion vor. Die 46- Jährige bestreitet jede Beteiligung an der Tat. Sie verbüsst bereits seit 2001 wegen eines geplanten Sprengstoff-Anschlags im spanischen Rota eine neunjährige Haftstrafe.

Einen Tag vor Weihnachten 1991 soll Klump zusammen mit dem früheren Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF), Horst Ludwig Meyer, in Budapest versucht haben, im Auftrag einer palästinensischen Extremistengruppe einen Bus mit jüdischen Auswanderern in die Luft zu sprengen.

Der Sprengsatz explodierte jedoch zu früh und verletzte zwei Polizisten schwer, die den Bus eskortierten. Meyer und Klump sollen Teil eines Kommandos gewesen sein, das seit 1988 Anschläge auf US- Einrichtungen und Juden geplant haben soll.

Auf die Spur Klumps kamen die Ermittler mit Hilfe einer DNA- Analyse. Für den Prozess vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht sind 21 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil wird im September erwartet.

(sda)

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