Prinz Andrews Anwälte seien zuversichtlich, dass Zivilklage abgewiesen wird
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Team aus juristischen «Rottweilern»Andrews Anwälte «sind zuversichtlich, dass Zivilklage abgewiesen wird»

Nachdem der Prinz die Klageschrift wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen erhalten hat, holt sein hochrangiges Anwaltsteam zum Gegenschlag aus.

von
Katrin Ofner
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Es wird eng für Prinz Andrew: Am 27. August hat er die Anklageschrift in Windsor erhalten. 

Es wird eng für Prinz Andrew: Am 27. August hat er die Anklageschrift in Windsor erhalten.

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Die erste Anhörung im Prozess gegen Prinz Andrew startet bereits am Montag.

Die erste Anhörung im Prozess gegen Prinz Andrew startet bereits am Montag.

REUTERS
Noch Anfang letzter Woche reiste der Herzog von York (schon wieder) mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson (61) nach Schottland zur Queen (95), wie Fotos der Zeitung «The Sun» zeigten. Der Zeitpunkt für die Reise zu seiner Mutter soll kein Zufall gewesen sein. 

Noch Anfang letzter Woche reiste der Herzog von York (schon wieder) mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson (61) nach Schottland zur Queen (95), wie Fotos der Zeitung «The Sun» zeigten. Der Zeitpunkt für die Reise zu seiner Mutter soll kein Zufall gewesen sein.

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Darum gehts

  • Am Montag startet die erste Anhörung im Zivilprozess gegen Prinz Andrew in den USA.

  • Dem 61-Jährigen wurde erst vor wenigen Tage die Anklageschrift in Windsor überreicht.

  • Doch gemäss seinem Team aus hochrangigen Anwältinnen und Anwälten sei dies nicht ordnungsgemäss abgelaufen. Ebenso soll es einen Formfehler gegeben haben.

  • Die US-Juristinnen und Juristen versuchen nun, die Klage gegen Andrew abzuweisen.

  • Anfang August reichte die US-Amerikanerin Virginia Giuffre (38) eine Klage gegen Prinz Andrew (61) ein. Der Grund: Sie sei im Alter von 17 Jahren sexuell von ihm missbraucht worden.

Vor wenigen Tagen bekam der Herzog von York wichtige Post aus den USA in sein Herrenhaus in Windsor. Den seit Freitag einsehbaren Gerichtsakten zufolge überstellte ein Vertreter der Klägerin Virginia Giuffre die Anklageschrift. Andrews Sicherheitschef soll die rechtlichen Dokumente am Eingang zu seiner Residenz, der Royal Lodge, entgegen genommen haben, nachdem Andrew die US-Beamten wochenlang gemieden hatte. Nun beginnt die Uhr für den 61-Jährigen zu ticken: Der zweitälteste Sohn der Queen (95) hat jetzt nur noch 21 Tage Zeit, auf die Klageschrift zu antworten, da ihm gemäss der «Daily Mail» sonst ein Versäumnisurteil droht.

Glück für den Prinzen, dass sich sein Team aus hochrangigen Anwältinnen und Anwälten bereits in Kampfstellung begeben hat. Denn am Samstagabend behaupteten diese, die Gerichtspapiere seien nicht ordnungsgemäss zugestellt worden und sollen den Prozess, der am Montag in einer Telefonkonferenz vor einem Gericht in Manhattan startet, so boykottieren wollen. Zudem hoffen sie, dass der Fall wegen eines Formfehlers abgewiesen wird. Gary Bloxsome, der Anwalt des Prinzen, erklärt in einem Schriftsatz, dass das von Virgina Roberts Giuffre 2009 unterzeichnete Dokument ihre Klage ungültig machen könnte.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Top-Anwältin soll Andrews Namen reinwaschen

Und der Prinz könnte tatsächlich eine Chance haben, nicht vor Gericht erscheinen zu müssen. Denn bei seinen Anwältinnen und Anwälten handelt es sich laut der britischen Zeitung um «juristische Rottweiler». «Andrew hat ein hochqualifiziertes und namhaftes Team aus Anwältinnen und Anwälten zusammengestellt, die für ihn in den USA kämpfen sollen», so eine Quelle gegenüber der «Daily Mail». «Die Leute werden überrascht sein von den Namen derer, die ihn verteidigen werden. Es ist ein Dream-Team aus einigen der klügsten Köpfe der Branche. Alle, einschliesslich Andrew, sind sehr zuversichtlich, dass die Zivilklage abgewiesen wird, bevor sie vor Gericht kommt.»

Demnach soll sein Anwaltsteam in den Vereinigten Staaten Blair Berk umfassen, eine hochkarätige Anwältin mit Sitz in Los Angeles, zu deren früheren Mandanten Harvey Weinstein, Britney Spears, Leonardo DiCaprio und Mel Gibson zählen. «Blair ist eine der Besten in der Branche. Sie hat den Spitznamen The Rottweiler», verriet ein Anwaltskollege der britischen Zeitung. «Wenn irgendjemand Andrews Namen reinwaschen und dieses Chaos in Ordnung bringen kann, dann sie.»

Andrew weist alle Vorwürfe zurück

In der Zivilklage gibt Virginia Giuffre an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den zweitältesten Sohn von Queen Elizabeth «ausgeliehen» worden zu sein. Die heute 38-Jährige verlangt Schadenersatz in Millionenhöhe von dem 61-jährigen Prinzen.

Die Vorwürfe gegen Andrew stehen schon seit 2019 im Raum. Er bestritt die Anschuldigungen stets und erklärte, sich nicht an ein Treffen mit Giuffre erinnern zu können, trat aber nach einem verunglückten TV-Interview 2019 von seinen royalen Pflichten zurück.

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