13-jähriger Vermisster: Andrii floh aus dem Kinderheim
Aktualisiert

13-jähriger VermissterAndrii floh aus dem Kinderheim

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz nimmt Stellung zum Fall Andrii. Wo sich der Junge aufhält, weiss die Polizei nicht.

von
bho / miw
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Nach dem 13-jährigen Andrii wurde wieder gesucht.

Nach dem 13-jährigen Andrii wurde wieder gesucht.

Zuvor war er bereits einmal verschwunden, tauchte dann kurz vor Silvester in Deutschland wieder auf.

Zuvor war er bereits einmal verschwunden, tauchte dann kurz vor Silvester in Deutschland wieder auf.

Vor seinem ersten Verschwinden soll er sich noch beim Bahnhof in Brügg aufgehalten haben.

Vor seinem ersten Verschwinden soll er sich noch beim Bahnhof in Brügg aufgehalten haben.

zvg

Die deutsche Polizei bringt Licht ins Dunkel: Die Polizei Rheinland-Pfalz veröffentlicht Details über den verschwundenen 13-jährigen Andrii und den 21-Jährigen, bei dem sich der Teenager aufhalten könnte.

Die Pressesprecherin der ermittelnden Polizei sagt zu 20 Minuten: «Beim 21-Jährigen handelt es sich wohl um eine Bekanntschaft von Andrii.» Der 13-Jährige aus Aegerten BE sei bei seinem ersten Verschwinden in der Wohnung dieses erwachsenen Mannes gefunden worden. Dies am 27. Dezember.

«Wenn ein Teenager bei einem Mann zu Hause aufgefunden wird, liegt der Verdacht nahe, dass ein Verbrechen begangen worden ist», heisst es vonseiten der Polizei. Doch Untersuchungen ergaben: Andrii wies weder Verletzungen noch sonstige Spuren eines Übergriffs auf.

Ging Andrii zurück zum 21-Jährigen?

«Der physisch unversehrte Schweizer Teenager wurde danach in die Obhut des Jugendamtes gebracht.» Dieses brachte ihn in einem Kinderheim unter. Doch diese Massnahme war nur von kurzer Dauer: Andrii büxte bereits am Tag darauf, am 28. Dezember, erneut aus. Seither ist der Teenager wieder untergetaucht und wie vom Erdboden verschluckt.

Ein «Bürger» hätte die Polizei über das erneute Verschwinden des 13-Jährigen informiert. Nun suchen Polizei und Feuerwehr nach dem Buben. «Wir vermuten, dass sich Andrii auch jetzt wieder in Gesellschaft desselben Mannes aufhält.»

«Ein Kinderheim ist kein Gefängnis»

Nach dem Erwachsenen wird aber nicht gefahndet: «Es liegen derzeit absolut keine Hinweise vor, dass der Mann eine Straftat begangen haben könnte», so die Polizei. Man setze nun einfach alles dran, Andrii so rasch als möglich zu finden.

Doch wieso konnte der Bub überhaupt aus der Obhut des Jugendamtes entwischen? Die Polizei meint: «Ein Kinderheim ist kein Gefängnis; dort sind Fenster und Türen nicht vergittert.» Es hätte anfänglich keine Anzeichen gegeben, dass Andrii erneut Reissaus nehmen wird.

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