Dragonpoint: Android für Fernseher
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DragonpointAndroid für Fernseher

Google soll nächste Woche bekannt geben wollen, wie sein Smartphone-Betriebssystem auf TV-Geräten aussehen wird. Ausserdem soll Acer bald erste Netbooks mit Chrome OS zeigen.

von
hst
Android für den Fernseher: Dragonpoint soll bald gezeigt werden. (Symbolbild)

Android für den Fernseher: Dragonpoint soll bald gezeigt werden. (Symbolbild)

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O, die am 19. und 20. Mai in San Francisco stattfindet, soll Google eine für TV-Anwendungen angepasste Version von Android vorstellen wollen, welche Dragonpoint heissen soll. Laut Bloomberg will der japanische Elektronikhersteller Sony auf der Google-Konferenz bereits neue Fernseher mit Android-Betriebssystem vorstellen. Unklar blieb bislang, ob Dragonpoint auch den neuen Hybrid Broadcasting Broadband TV-Standard (HbbTV) beherrscht, der einheitliche Schnittstellen zwischen TV und Internet bereitstellt. Dass Google auf der I/O Details zu Android auf dem Fernseher verraten könnte, hatte 20 Minuten Online bereits Ende April berichtet.

Google äussert sich traditionell nicht zu Gerüchten und schwieg daher auch zu einem Bericht von venturebeat.com, laut dem Acer in zwei Wochen erste Geräte mit dem neuen Betriebssystem Chrome OS präsentieren soll. Demnach sollen auf der Messe Computex, die Anfang Juni in Taipeh beginnt, erste Netbooks des Herstellers gezeigt werden.

Im November hatte der Suchmaschinenanbieter sein zweites freies Betriebssystem erstmals öffentlich gezeigt und den Quellcode ins Netz gestellt. Die Benutzeroberfläche erinnert an den Browser Chrome; statt Tabs für Webseiten bietet sie welche für Anwendungen. Wer einen USB-Stick oder eine Digitalkamera mit dem Rechner verbindet, sieht die Dateien in einem neuen Tab. Darüber hinaus gibt es Panels, die mehrere Tabs enthalten können. Alle Applikationen sind webbasiert. So sollen sich beispielsweise Word-Dokumente problemlos mit der von Microsoft für 2010 angekündigten Online-Version seiner Büro-Suite Office öffnen und bearbeiten lassen. Im Grunde wurde das bekannte Interface von Chrome um Symbole für den Netzwerkstatus und den Akkuladestand erweitert.

Schneller Start dank SSD

«Crome OS ist für Geräte mit Solid State Disks (SSD), also Flashspeichern, gemacht, um kurze Startzeiten zu erreichen», sagte Matt Papakipos, Leiter des Entwicklungsteams von Chrome OS. Weitere Zeit wird eingespart, weil keine Anwendungen wie Virenscanner im Hintergrund gestartet werden. Tabs aus der letzten Session sollen automatisch geöffnet werden. Zum Thema Sicherheit, sagte Papakipos, Chrome solle sich automatisch, also ohne Zutun des Nutzers aktualiseren. «Jede Komponente des Betriebssystems hat eine verschlüsselte Signatur, die sicherstellt, dass es sich um die richtigen Bausteine des Systems handelt», erläuterte der Entwicklungschef. Wenn der Check, den Google «Verified-Boot-Process» nennt, ein alarmierendes Ergebnis liefere, hat der Anwender die Möglichkeit, Chrome OS sofort neu zu starten, nachdem die aktuelle Version installiert wurde. Daten sollen zuvor automatisch gesichert werden.

Private Videos leichter mit anderen teilen

Das zu Google gehörende Videoportal YouTube hat im offiziellen Blog eine neue Funktion namens Unlisted Videos vorgestellt. Wer bisher ein Video auf die Seite stellte und in seinen Einstellungen «privat» auswählte, dessen Clip wurde nicht von der Suche gefunden. Allerdings konnte er es nur mit Nutzern teilen, die einen YouTube-Account hatten. Nun ist dies nicht mehr nötig, um sich den versteckten Clip anzuschauen. Zuvor konnten ein solches Video maximal 25 User anschauen, auch diese Beschränkung wurde aufgehoben.

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