Blackberry Priv: Android-System soll Blackberry retten
Aktualisiert

Blackberry PrivAndroid-System soll Blackberry retten

Blackberry-CEO John Chen hat das erste Blackberry-Smartphone mit Android-Betriebssystem gezeigt – und hatte reichlich Mühe mit der Bedienung.

von
ray
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Blackberry-CEO John Chen zeigt 2014 ältere Blackberry-Modelle. Typisch sind die physischen Tastaturen der Smartphones. Diese scheinen die Benutzer nicht mehr so toll zu finden: Seit einiger Zeit sinken die Verkaufszahlen der Business-Handys.

Blackberry-CEO John Chen zeigt 2014 ältere Blackberry-Modelle. Typisch sind die physischen Tastaturen der Smartphones. Diese scheinen die Benutzer nicht mehr so toll zu finden: Seit einiger Zeit sinken die Verkaufszahlen der Business-Handys.

Dave Chidley
Das kanadische Unternehmen hat eine bewegte Geschichte. Im Jahr 1984 gründeten ein paar Studenten den Konzern Research in Motion. Nachdem der Konzern erst Wireless-Technologie entwickelt hatte, folgte in den 90er-Jahren das erste Gerät, das unter dem Namen Blackberry veröffentlicht wurde.

Das kanadische Unternehmen hat eine bewegte Geschichte. Im Jahr 1984 gründeten ein paar Studenten den Konzern Research in Motion. Nachdem der Konzern erst Wireless-Technologie entwickelt hatte, folgte in den 90er-Jahren das erste Gerät, das unter dem Namen Blackberry veröffentlicht wurde.

techcrunch.com
Mit dem RIM 950 Wireless Handheld war der Zugriff auf die Mail-Inbox möglich. Es besass als erstes Gerät die für Blackberry typische Tastatur. Die Verkäufe schnellten durch das Dach und die Belegschaft des Konzerns wuchs sprungartig an.

Mit dem RIM 950 Wireless Handheld war der Zugriff auf die Mail-Inbox möglich. Es besass als erstes Gerät die für Blackberry typische Tastatur. Die Verkäufe schnellten durch das Dach und die Belegschaft des Konzerns wuchs sprungartig an.

techcrunch.com

Nach stets sinkenden Verkaufszahlen will Blackberry zum ersten Mal ein Smartphone statt mit Blackberry OS mit dem Google-Betriebssystem Android auf den Markt bringen. Das neue Gerät heisst Priv und soll besonders hohen Sicherheitsanforderungen genügen und die Privatsphäre der Benutzer schützen. Der etwas seltsame Name Priv stehe für Privatsphäre und Privileg, sagte der Blackberry-CEO John Chen während einer Vorführung des Geräts.

Weil eingefleischte Blackberry-Nutzer ihre physische Tastatur lieben, hat das Priv ein herausziehbares Keyboard, auf dem man alternativ zur Touchscreen-Tastatur schreiben kann. Zudem besitzt das Gerät ein an den Längsseiten abgerundetes Display in der Grösse 5,4 Zoll sowie eine 18-Megapixel-Kamera.

Blackberry-Fan trifft auf Android

Bei der Präsentation des Blackberry Priv hatte der CEO reichlich Mühe mit der Bedienung des Geräts. Beim Öffnen des Chrome-Browser wusste er nicht so recht, wo er tippen soll. Da er sich zuerst bei Google anmelden müsste, ist das Surfen im Web nicht möglich. Er entschuldigt sich mit der Erklärung, dass es sich dabei um ein Demogerät handelt.

Danach gelangt er etwas umständlich auf dem Home Screen zurück, wo er anscheinend nach einer anderen Anwendung sucht, aber nichts findet. Also redet er lieber wieder über die Hardware des Blackberry Priv – unter anderem über die herausziehbare Tastatur, bei der der Blackberry-Mann besser Bescheid weiss. Am unteren Ende des Geräts kann bei Bedarf per Slider eine Tastatur herausgezogen werden, sodass man mit beiden Daumen darauf tippen kann. Die Fläche des Keyboards kann auch als Touchpad verwendet werden.

Nähere Einzelheiten zum Blackberry Priv soll es in den kommenden Wochen geben, in den Verkauf gelangt das Gerät voraussichtlich noch dieses Jahr.

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