Hersteller gewarnt: Android-Team will Updates erzwingen
Aktualisiert

Hersteller gewarntAndroid-Team will Updates erzwingen

Der Anteil an Android-Geräten, die mit der neuesten Version 4.4 laufen, ist klein. Nun setzt Google Handy-Hersteller unter Druck, um die Verbreitung von Kitkat zu fördern.

von
sts
Bloss 1,8 Prozent aller Android-Geräte laufen derzeit mit der Version 4.4 mit dem Codenamen Kitkat. Dies soll sich künftig ändern.

Bloss 1,8 Prozent aller Android-Geräte laufen derzeit mit der Version 4.4 mit dem Codenamen Kitkat. Dies soll sich künftig ändern.

Im Westen nichts Neues: Jedes Mal, wenn Google eine neue Android-Version veröffentlicht, dauert es etliche Monate, bis neben den eigenen Geräten des Internetriesen Smartphones mit der neuen Software ausgeliefert werden. Noch länger dauert es, bis für ältere Modelle ein entsprechendes Update angeboten wird.

Bereits seit rund drei Monaten ist die Version 4.4 des Google-Betriebssystems Android für Smartphones und Tablet-PCs erhältlich. Doch noch immer hat sich die neuste Variante mit dem Codenamen Kitkat nicht durchsetzen können. Wie Google auf seiner Entwickler-Website aufzeigt, haben gerade einmal 1,8 Prozent der Android-Nutzer die Ausführung 4.4 auf ihren mobilen Geräten installiert. Noch weniger verbreitet ist nur die Version 2.2, die bereits vier Jahre alt ist. 35,5 Prozent der User verwenden noch immer die Varianten 4.1.x mit dem Codenamen Jelly Bean.

Android-Team warnt Smartphone-Hersteller

Laut dem Tech-Blog «Android-Police» will Google nun strikte Massnahmen ergreifen, um die Verbreitung von Kitkat zu fördern. Die Blogger behaupten, ein Memo erhalten zu haben, das die Android-Entwickler den Smartphone-Herstellern zukommen liessen. In dem Schreiben habe Google die Firmen darüber informiert, wie künftig sichergestellt werden soll, dass keine neuen Mobiltelefone mehr mit älteren Versionen als Android 4.2 auf den Markt kommen.

Als Druckmittel soll der kalifornische Konzern die Zertifizierung von neuen Handys für die Google Mobile Services (GMS) einsetzen. Ein Gerät, für das der Datengigant diese Zertifizierung verweigert, darf vom Hersteller nicht mit den offiziellen Google-Apps wie Maps, Gmail oder Hangouts ausgestattet werden. Zudem ist solchen Mobiltelefonen der Zugang zum Play Store verschlossen. Diese Nachteile dürften es schwer machen, die Smartphones zu verkaufen.

Kitkat ab August 2014 auf neuen Smartphones

«Ab Februar 2014 wird Google keine Geräte mehr für die GMS zulassen, die mit älteren Android-Versionen ausgeliefert werden», zitiert der Blog das angebliche Memo. Konkret bedeutet dies, dass seit Anfang Februar dieses Jahres keine Smartphones mehr zugelassen werden, deren Android-Version älter als 4.2 ist. Ab 24. April 2014 soll dann mindestens Android 4.3 und ab 31. Juli 2014 Version 4.4 vorinstalliert sein.

Deine Meinung