Angeblich schwarze Kassen bei Siemens

Aktualisiert

Angeblich schwarze Kassen bei Siemens

Ein ehemaliger Siemens-Manager hat nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» eingeräumt, von schwarzen Kassen im Konzern gewusst zu haben.

Der 43-jährige Argentinier habe dies bei Vernehmungen gegenüber deutschen Ermittlern zugegeben, schreibt die Zeitung. Die Münchner Staatsanwaltschaft wollte sich zu dem Bericht am Montag nicht äussern, kündigte aber für kommenden Mittwoch eine Erklärung zum Stand der Ermittlungen in der Siemens-Korruptionsaffäre an.

Der Ex-Manager der Siemens-Kommunikationssparte sei freiwillig nach Deutschland eingereist und habe sich gestellt, berichtet die Zeitung. Gegen ihn bestehe seit November ein internationaler Haftbefehl. Der Mann sei von 2002 bis 2005 kaufmännische Führungskraft in der Sparte Com gewesen. Dort hatte die Staatsanwaltschaft die schwarzen Kassen entdeckt. Im November 2006 habe Siemens den Mann von seinen Aufgaben suspendiert, heisst es in dem Bericht weiter. Die Vernehmungen des Mannes sollten diese Woche fortgeführt werden. (dapd)

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