Aktualisiert 08.12.2008 16:19

DeutschlandAngebliche «Rambo-Manier» der Baloise von Gericht gestoppt

Der Baloise-Versicherungskonzern ist beim Umbau des Vorstands der Deutscher Ring Beteiligungsholding GmbH durch ein Gericht gestoppt worden.

Ein Hamburger Landgericht erliess eine einstweilige Verfügung, wonach die Baloise die Führung der Holding nicht einseitig um vier eigene Vertreter erweitern kann. Dies teilte der Deutsche Ring Krankenversicherungsverein am Montag mit. Mit dem Gerichtsentscheid werde der Baloise und ihren beiden deutschen Töchtern - die Deutsche Ring Lebensversicherungs AG und die Deutscher Ring Sachversicherungs AG - untersagt, bei der Beteiligungsholding eine neue Geschäftsführung einzusetzen. Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen den Gerichtsentscheid droht laut dem Krankenversicherungsverein ein Zwangsgeld in Höhe von 250.000 Euro.

«Rambo-Manier»

«Die Baloise ist mit ihrem Angriff auf den Deutschen Ring Krankenversicherungsverein gescheitert», wird dessen Aufsichtsrat Dietmar Jllert in der Mitteilung zitiert. Die Baloise habe in Rambo-Manier versucht, sich via die Beteiligungsholding einen besseren Zugriff auf die Vertriebskanäle und die IT-Infrastruktur zu beschaffen, sagte Vereinsprecher Jörg Forthmann auf Anfrage.

An der Beteiligungsholding ist neben der Baloise und ihren deutschen Töchtern auch der genossenschaftlich organisierte Krankenversicherungsverein zu 35 Prozent beteiligt. Die Baloise hat gegen die einstweilige Verfügung Rechtsmittel eingeleitet, wie Baloise-Sprecher Thomas Kähr auf Anfrage sagte. Die Baloise gehe davon aus, dass die Holding doch noch wie geplant umgebaut werden könne. (dapd)

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