Luzern: Angehender Stadtrat gerät unter Beschuss
Aktualisiert

LuzernAngehender Stadtrat gerät unter Beschuss

Der künftige Stadtrat Stefan Roth gerät in Littau in die Kritik. Betroffen ist
auch eine angehende Grossstadträtin. Es geht um angebliche Ungereimtheiten beim Bau eines Kreisels.

von
Daniela Gigor

Stefan Roth, der künftige Luzerner CVP-Stadtrat, gerät in seiner Funktion als Littauer Gemeinderat und Leiter des Ressorts Bau und Verkehr ­unter Beschuss. Grund: Viele offene Fragen beim fertig erstellten Medici-Kreisel. Gebaut wurde dieser von der ­Arbeitsgemeinschaft LGF. ­Federführend ist dort die Lötscher Tiefbau AG Littau. «Bei der Arbeitsvergabe hatte eine andere Firma die Nase in jeder Hinsicht vorne», sagt Daniel Erni, Littauer SVP-Einwohnerrat und ab 2010 im Grossen Luzerner Stadtrat. Er ärgert sich und wird deutlich: «Roth tat alles, damit seine Parteifreunde von der CVP-nahen Lötscher AG zum Zuge kamen.» Zudem habe die LGF für die Arbeiten 200000 Franken zu viel verrechnet. Eine Schlussabrechnung liege aber bis heute nicht vor. Wegen der zu hohen Rechnung habe der Bauleiter alle Unterlagen bereits letzten Juli Luzia Mumenthaler (SP), Einwohnerrätin und Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission, zugestellt. Laut Erni hat diese bis heute nicht gesagt, wo die Dokumente geblieben sind. «Die Papiere wurden dem Einwohnerrat einfach unterschlagen», so Erni.

«Eine juristische Person hat mir geraten, wegen eines laufenden Verfahrens keine weiteren Schritte zu unternehmen», sagt Mumenthaler zu den Vorwürfen. Stefan Roth wollte keine Stellung nehmen. «Der Gemeinderat wird die Fragen heute beantworten», so Roth.

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