Schmerzensgeld: Angehörige verklagen Putin wegen MH-17-Absturz

Aktualisiert

SchmerzensgeldAngehörige verklagen Putin wegen MH-17-Absturz

Die Kläger aus Australien, Neuseeland und Malaysia verlangen über sechs Millionen Euro Schmerzensgeld.

von
ij

Nach dem Abschuss des Fluges Flug MH 17 über der Ukraine vor knapp zwei Jahren fordern laut einem Zeitungsbericht mehrere Angehörige Schmerzensgeld. Sie haben vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Klage gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den russischen Staat eingereicht.

Die Anwaltskanzlei LHD verlangt im Namen der Hinterbliebenen von Putin und dem russischen Staat jeweils zehn Millionen australische Dollar (6,45 Millionen Euro), berichtete der «Sydney Morning Herald» am Samstag.

Die Klage vor dem Strassburger Gerichtshof wurde dem Bericht zufolge im Namen von 33 Angehörigen aus Australien, Neuseeland und Malaysia eingereicht. Die Anwaltskanzlei LHD werfe Russland vor, seine Beteiligung an dem Abschuss von MH 17 bewusst verschleiert zu haben.

Zur Rechenschaft ziehen

Die Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Boden-Luft-Rakete getroffen und zerstört worden; alle 298 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die meisten von ihnen waren Niederländer.

LHD-Teilhaber Jerry Skinner sagte dem «Sydney Morning Herald», den Angehörigen gehe es vor allem darum, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. «Sie wollen genug Geld, um zu zeigen, dass die Russen das ernst nehmen», fügte er hinzu.

Niederländische Ermittler waren zu dem Schluss gekommen, dass die Passagiermaschine von einer BUK-Rakete abgeschossen wurde. Westliche Länder wie die USA warfen Russland vor, den Rebellen in der Ostukraine die Rakete zumindest geliefert zu haben. Moskau weist jede Verantwortung zurück. (ij/afp)

Deine Meinung