Anschlag in San Bernardino: Angehörige verklagen Social-Media-Plattformen
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Anschlag in San BernardinoAngehörige verklagen Social-Media-Plattformen

Familien von Opfern des Anschlags im kalifornischen San Bernardino sehen Facebook, Google und Twitter mitverantwortlich.

von
oli
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Familiendrama: Polizisten sperren die Grundschule im kalifornischen San Bernardino ab. (10. April 2017)

Familiendrama: Polizisten sperren die Grundschule im kalifornischen San Bernardino ab. (10. April 2017)

AFP/David McNew/Getty Images
Warten auf Nachricht: Verängstigte Eltern bangen um ihre Kinder. (10. April 2017)

Warten auf Nachricht: Verängstigte Eltern bangen um ihre Kinder. (10. April 2017)

Keystone/Rick Sforza
Das Polizei- und Militäraufgebot ist nach der Schiesserei gross. (10. April 2017)

Das Polizei- und Militäraufgebot ist nach der Schiesserei gross. (10. April 2017)

Keystone/Ringo H. W. Chiu

Angehörige von US-Anschlagsopfern verklagen die Internet-Riesen Facebook, Google und Twitter. Diesen wird eine Mitverantwortung für das Attentat im kalifornischen San Bernadino im Dezember 2015 vorgeworfen.

Hinterbliebene von drei damals getöteten Personen argumentieren, die Konzerne unterstützten mit ihren Plattformen in den sozialen Medien indirekt die Verbreitung von Propaganda der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Von Jihadisten inspiriert

Sie hätten zugelassen, dass IS Geld sammeln und Mitkämpfer rekrutieren konnte, heisst in der 32-seitigen Klageschrift, die bei einem Bezirksgericht in Los Angeles eingereicht wurde.

Bei dem Anschlag vor eineinhalb Jahren hatte ein Ehepaar 14 Menschen getötet und 22 verletzt. Den Behörden zufolge waren die Täter von Jihadisten inspiriert.

IS-Wachstum dank Social Media

«Ohne Twitter, Facebook und Google (Youtube) wäre das explosionsartige Wachstum des IS in den vergangenen Jahren bis hin zur weltweit meistgefürchtetsten Terrorgruppe nicht möglich gewesen», betonten die Kläger. Von den drei verklagten Unternehmen gab es keine Stellungnahmen.

Die Gesetze in den USA schützen Internetkonzerne weitgehend davor, für von Nutzern verbreitete Inhalte Verantwortung übernehmen zu müssen. In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Klagen, doch bisher kam es zu keinem Prozess. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob strengere Regeln gegen Internetplattformen auf EU-Ebene harmonisiert werden sollen. (oli/sda)

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