Willisau LU - Angeklagter Maskenverweigerer wird in Rekordzeit verurteilt
Publiziert

Willisau LUAngeklagter Maskenverweigerer wird in Rekordzeit verurteilt

Ein Mann im Kanton Luzern stand wegen eines Verstosses gegen die Corona-Massnahmen vor Gericht. Dort weigerte er sich abermals eine Maske zu tragen.

von
Patrick McEvily
1 / 2
Weil er keine Maske trug und sich zusammen mit zu vielen Menschen in einer kleinen Wohnung aufgehalten hatte, musste ein Mann im Kanton Luzern vor Gericht. Dort trug er wieder keine Maske.

Weil er keine Maske trug und sich zusammen mit zu vielen Menschen in einer kleinen Wohnung aufgehalten hatte, musste ein Mann im Kanton Luzern vor Gericht. Dort trug er wieder keine Maske.

Getty Images/iStockphoto
Der Fall ereignete sich vergangene Woche am Bezirksgericht Willisau.

Der Fall ereignete sich vergangene Woche am Bezirksgericht Willisau.

Gerichte Kanton Luzern

Darum gehts

  • Wegen der Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung, stand ein Mann im Kanton Luzern vor Gericht.

  • Dort weigerte er sich eine Hygienemaske zu tragen, und löste damit einen Polizeieinsatz aus.

  • Das Gericht verzichtete auf eine Anhörung und bürdete dem Mann neben der Busse noch die Prozesskosten auf.

Am Dienstag vor einer Woche musste die Polizei im Bezirksgericht von Willisau im Kanton Luzern einschreiten. Grund war ein Angeklagter, der keine Maske tragen wollte, wie «Zentralplus» berichtet. Vor dem Gerichtsgebäude seien auch Unterstützerinnen und Unterstützer des Angeklagten zugegen gewesen, von denen zwei ebenfalls verhaftet wurden.

Nachdem der Mann abgeführt worden war, verzichtete der Richter auf die übliche Befragung und verkündete noch am selben Tag ein Urteil: Der Angeklagte wurde wegen Verstosses gegen die Maskenpflicht und der Teilnahme an einer «verbotenen Veranstaltung» für schuldig gesprochen.

Anwalt des Schuldiggesprochenen sieht Grundrechte verletzt

Grund für die Anklage, war eine «spirituelle Weiterbildung einer Glaubensgemeinschaft» in einer Privatwohnung im Januar, an der der Mann mit rund 30 weiteren Personen teilgenommen hatte.

Der Schuldige muss nun sämtliche Gerichtskosten selbst berappen. Zusammen mit der Busse für das ursprüngliche Vergehen fallen für ihn rund 1000 Franken an. Der Anwalt des Mannes beschwert sich, dass die Anhörung auch per Videocall hätte abgehalten werden können. Sein Mandant hätte ein «zentrales» Recht auf Verteidigung, das genau so wichtig sei wie der Schutz vor einer Corona-Infektion. Die beiden wollen den Fall nun ans Kantonsgericht weiterziehen.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

67 Kommentare