Angela Merkel beendet Afrikareise
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Angela Merkel beendet Afrikareise

Nach Äthiopien und Südafrika hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss ihrer viertägigen Afrikareise Liberia besucht.

Die liberianische Präsidentin Johnson-Sirleaf begrüsste Merkel auf dem Flughafen der Hauptstadt Monrovia und schenkte der Kanzlerin als Symbol der besonderen Gastfreundschaft ein lebendiges weisses Huhn.

Liberia wurde bis vor drei Jahren von einem brutalen Bürgerkrieg erschüttert. Danach schaffte es die neue Präsidentin mit Hilfe der internationalen Gemeinschaft das Land zu stabilisieren.

Die Arbeitslosigkeit liegt in Liberia aber immer noch bei 85 Prozent. Die Infrastruktur ist nach 14 Jahren Bürgerkrieg weitestgehend zerstört ist. Es existieren kaum noch Strassen oder Stromversorgung.

Kurz vor Merkels Ankunft gab die deutsche Regierung bekannt, ihre Hilfen für den Wiederaufbau in Liberia um 4 Mio. Euro aufzustocken. Damit gibt Deutschland in diesem Jahr 14,4 Mio. Euro für den Aufbau des Landes aus. Ausserdem sollten zusätzlich 300 000 Moskito-Netze zur Verfügung gestellt werden, die mit einem Mittel gegen Malaria imprägniert sind.

Grosse Geldgeschenke oder Wirtschaftsabschlüsse hatte Merkel bei ihrer ersten Afrikareise allerdings nicht im Gepäck. Sie wollte vor allem den Kontinent persönlich kennenlernen. Am Samstag war sie deshalb in Johannesburg mit dem einstigen Vorkämpfer der Anti- Apartheid-Bewegung, Nelson Mandela, zusammengetroffen.

Nach dem Gespräch mit dem 89-jährigen Friedensnobelpreisträger im Haus der Nelson-Mandela-Stiftung sprach die Kanzlerin von «einem bewegenden Moment». Mandela habe eine «grosse Botschaft: Wir brauchen Frieden auf der Welt, und insbesondere die Konflikte in Afrika müssen friedlich gelöst werden».

(sda)

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