Aktualisiert 05.09.2006 12:53

Angeschossen - dann 2 Mio Fr Lohn weg

Doppeltes Pech für San Diegos Profi-Footballer Steve Foley: Der Defensiv-Spezialist wurde zuerst von einem Polizisten angeschossen. Weil er für die am Wochenende beginnende NFL-Saison nicht mehr einsatzfähig ist, wurde er von seinem Profiteam aus dem Kader gestrichen. Damit entgeht dem Pechvogel auch sein Jahresgehalt von rund 2 Millionen Franken.

Foley war in der Nähe seines Hauses am Sonntagmorgen in einem Vorort von San Diego von einem Polizisten angeschossen worden und musste im Krankenhaus operiert werden. Offenbar ist er zu schnell unterwegs gewesen und fuhr Schlangenlinien. Der Zivilpolizist folgte ihm und stoppte den Wagen. Der Footballer weigerte sich jedoch auszusteigen. Wieso es aber zur Schießerei kam, ist noch unklar.

Nach Auskunft der Ärzte ist Foleys Verfassung stabil. Sein Team, die San Diego Chargers, setzten Foley auf die sogenannte «non-football-injury-list», eine Liste für Spieler, deren Verletzungen außerhalb des Footballfelds zu Stande gekommen sind. Für Foley bedeutet diese Entscheidung, dass er auf seine zirka 1,3 Millionen Euro Jahresgehalt verzichten muss. Für A.J. Smith, Teammanager der Chargers, war der Schritt keine einfache Entscheidung: «Momentan zählt nur die Gesundheit von Steve, Football ist jetzt erstmal zweitrangig. Aber es ist eine persönliche Angelgenheit von Steve, seiner Familie und seinen Beratern. Bei Verletzungen außerhalb des Footballfeldes handeln wir immer so», verweist Smith auf die in der NFL übliche Praxis.

(mat)

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