Stimmen zum Nati-Sieg: «Angeschossene Bären sind gefährlich»
Aktualisiert

Stimmen zum Nati-Sieg«Angeschossene Bären sind gefährlich»

Die Reaktion auf das 1:5 gegen Kanada fiel mit einem 8:0 gegen Korea heftig aus. «Wir waren hässig», sagt Nati-Trainer Patrick Fischer.

von
Marcel Allemann
Gangneung
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Torjubel im Minutentakt: Die Schweizer Hockeyaner deklassieren Südkorea beim 8:0-Kantersieg im zweiten Vorrundenspiel.

Torjubel im Minutentakt: Die Schweizer Hockeyaner deklassieren Südkorea beim 8:0-Kantersieg im zweiten Vorrundenspiel.

Getty Images/Bruce Bennett
Blitzstart: Patrick Fischer scheint die richtigen Worte gefunden zu haben – sein Team legt los wie die Feuerwehr, wobei Hollenstein nach zehn Minuten den ersten Treffer erzielt.

Blitzstart: Patrick Fischer scheint die richtigen Worte gefunden zu haben – sein Team legt los wie die Feuerwehr, wobei Hollenstein nach zehn Minuten den ersten Treffer erzielt.

AP/Matt Slocum
Dominanz: Die Südkoreaner sind mit dem Schweizer Tempo sichtlich überfordert und werden mit Schüssen eingedeckt.

Dominanz: Die Südkoreaner sind mit dem Schweizer Tempo sichtlich überfordert und werden mit Schüssen eingedeckt.

AP/Matt Slocum

«Es war kein guter Match gegen Kanada. Den Start haben wir uns anders vorgestellt. Doch angeschossene Bären sind gefährlich und wir waren angeschossen», so Fischer weiter.

Oftmals hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften Mühe mit Gegner dieser Stärkeklasse. Dieses Mal letztendlich nicht, obwohl die Südkoreaner im ersten Drittel noch gut dagegen hielten. «Wir haben einfach gespielt und den Puck sauber hinten raus gespielt. Uns war auch bewusst, dass wir Druck aufs Tor machen, viel schiessen und dreckige Tore erzielen müssen, denn in den Spielen die ich zuvor von den Koreanern gesehen habe, waren sie defensiv sehr stabil», erklärte Fischer.

«Jedes Tor zählt»

Er ist auch froh, dass die Mannschaft sich nach der klaren Führung nicht ausruhte, sondern ihr Spiel bis am Ende durchzog. «Das 8:0 war sicher zu hoch, aber wir nehmen es gerne, denn jedes Tor zählt. Gegen Kanada haben wir vier Minustore eingefangen, dies heute war ein guter Schritt, um unser Torverhältnis aufzubessern.»

Der Matchwinner war Pius Suter, dem erstmals im Nationaldress ein Hattrick gelang. «Es ist natürlich ein schönes Gefühl, wenn einem das erste Tor an Olympischen Spielen gelingt und dann wird anschliessend noch ein Hattrick daraus», freute sich der ZSC-Stürmer. Zur starken Reaktion der Nati meinte Suter: «Es gibt Spiele, in denen nicht viel klappt und solche, in denen fast alles passt. Wir haben nun beides erlebt.»

Entwarnung bei Diaz, Genoni geschont

Gegen die Südkoreaner nicht zum Einsatz kam Captain Raphael Diaz. Doch Nati-Trainer Fischer konnte Entwarnung geben: «Er hat gegen Kanada einen Check erwischt, der auf den Rücken ausstrahlte. Es geht ihm zwar besser, aber er ist noch nicht bei 100 Prozent. Wäre es jedoch das wichtigste Spiel gewesen, hätte er gespielt.»

Goalie Leonardo Genoni, der nach seinem unglücklichen Auftritt im Kanada-Spiel gegen Korea überzählig war, ist jedoch nicht verletzt. «Wir haben drei gute Goalies hier. Genoni bekam eine Erholungspause und hat heute ein gutes Goalie-Training gemacht.»

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