Rehetobel AR: Angeschossene Polizisten werden wieder gesund
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Rehetobel ARAngeschossene Polizisten werden wieder gesund

Die beiden Polizisten, die im Zuge der Hausdurchsuchung in Rehetobel AR angeschossen wurden, werden wieder genesen. Einer arbeitet bereits wieder als Polizist.

von
jeb

Bei der Durchsuchung dieses Schuppens kam es zur Schiesserei. (Video: 20M)

«Die beiden Anfang Jahr schwer verletzten Ausserrhoder Polizisten sind seit mehreren Wochen zu Hause. Der Heilungsverlauf verlief bisher glücklicherweise sehr positiv», teilt die Ausserrhoder Kantonspolizei am Freitagmorgen mit. Es dürfe von einer späteren vollständigen Genesung ausgegangen werden.

Der Polizist, der schwere Verletzungen an den Beinen erlitten hat, ist bereits zurück im Korps: Er konnte die Arbeit vor wenigen Tagen im Büro bei einem reduziertem Pensum wieder aufnehmen.

Beim Polizisten, der einen Herzsteckschuss erlitten hat, könne die Rückkehr ins Korps noch nicht definiert werden.

Beide Polizisten müssen weiterhin täglich Rehabilitationseinheiten absolvieren. Der 29-Jährige war am 3. Januar von Roger S.* angeschossen worden, nachdem eine Hausdurchsuchung eskaliert war. Nach stundenlangen Verhandlungen nahm sich der 33-jährige S. schliesslich selbst das Leben.

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Trotz schwerer Verletzungen haben sich die beiden Polizisten wieder erholt.

Trotz schwerer Verletzungen haben sich die beiden Polizisten wieder erholt.

gts / 20 Minuten
Noch seien sie nicht bei hundert Prozent, doch dies sei nur eine Frage der Zeit.

Noch seien sie nicht bei hundert Prozent, doch dies sei nur eine Frage der Zeit.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Die Rehabilitation ist immer noch in Gange.

Die Rehabilitation ist immer noch in Gange.

Keystone/Gian Ehrenzeller

«Die Kantonspolizei ist ausserordentlich glücklich über diese Entwicklung und freut sich darauf, bis sie die beiden Kollegen nach ihrem intensiven Genesungsweg wieder vollumfänglich in ihren eigenen Reihen willkommen heissen kann.» Gleichzeitig dankt die Kantonspolizei in der Mitteilung für die nach wie vor spürbare grosse Solidarität der Bevölkerung.

Hier lebte Roger S.

Hier lebte der Schütze von Rehetobel

Roger S. war vorbestraft: 2003 hatte er versucht, mit einer Schrotflinte zwei Personen zu erschiessen. 2004 wurde er vom Ausserrhoder Kantonsgericht dafür wegen mehrfacher versuchter Tötung, mehrfacher schwerer Körperverletzung und Widerhandlung gegen das Waffengesetz verurteilt.

* Name der Redaktion bekannt

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