Nach Wut-Video von Wirt - Angestellte können ihre Jobs trotz Pächterwechsel behalten
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Nach Wut-Video von WirtAngestellte können ihre Jobs trotz Pächterwechsel behalten

Der Wirt des Club-Lokals des SC Buochs hat in einem Video Alain Berset bedroht. Obwohl der Verein und der Wirt die Zusammenarbeit beendeten, dürfen die Angestellten bleiben.

von
Rochus Zopp
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Ein Wirt liess in einem Video seiner Wut freien Lauf. Dieses verbreitete sich wie ein Lauffeuer. 

Ein Wirt liess in einem Video seiner Wut freien Lauf. Dieses verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

20min
Für das Club-Lokal wurde eine interimistische Lösung gefunden.

Für das Club-Lokal wurde eine interimistische Lösung gefunden.

20min/Rochus Zopp
Der Wirt wurde von der Bundespolizei Fedpol vernommen. Ob seine Rede rechtliche Konsequenzen haben wird, ist noch offen.

Der Wirt wurde von der Bundespolizei Fedpol vernommen. Ob seine Rede rechtliche Konsequenzen haben wird, ist noch offen.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Nachdem der Bundesrat die Zertifikatspflicht für Restaurants beschlossen hatte, nahm der Pächter des Club-Lokals des SC Buochs ein Video auf, in dem er Alain Berset hart anging.

  • Er sagte unter anderem: «Du weisst nie, wenn im Tram jemand eine Rakete dabei hat. Oder jemand zwei Kilometer entfernt mit dem Scharfschützengewehr sitzt.»

  • Daniel Gasser, Co-Präsident des SC Buochs bestätigt, dass man gemeinsam entschieden hat, den Pachtvertrag aufzulösen.

  • «Wir glauben und hoffen, dass der Vorfall durch unser schnelles und klares Handeln keine negativen Folgen für den Verein haben wird», sagt der Co-Präsident.

Vor kurzem ging ein Video viral, in dem der Pächter des Club-Lokals des SC Buochs Bundesrat Alain Berset drohte und ihn davor warnte, in die Innerschweiz zu kommen. In dem Video sagte er unter anderem: «Du weisst nie, wenn im Tram jemand eine Rakete dabei hat. Oder jemand zwei Kilometer entfernt mit dem Scharfschützengewehr sitzt.» Das Bundesamt für Polizei Fedpol vernahm den Mann daraufhin, liess ihn aber noch am selben Tag wieder gehen.

Der SC Buochs veröffentlichte noch am Freitag-Abend auf der Vereinswebsite und auf den sozialen Medien eine Mitteilung, in der die Auflösung des Pachtverhältnisses und das Ende der Zusammenarbeit mit dem Wirt bekannt gegeben wurde. Zudem verurteilte der Verein die Äusserungen aufs Schärfste. Daniel Gasser, Co-Präsident des Sportclubs schreibt auf Anfrage von 20 Minuten: «Wir glauben und hoffen, dass der Vorfall durch unser schnelles und klares Handeln keine negativen Folgen für den Verein haben wird.» Zum Vorgehen des Vereins habe man vorwiegend positive Reaktionen erhalten. Mit dem Pächter habe man ein gutes Verhältnis gehabt, schreibt der Co-Präsident.

Keine Auswirkungen auf das Cup-Spiel

Gasser bestätigt, dass das Pachtverhältnis mit dem Wirt aufgelöst wurde. Am Freitag sei man mit dem Wirt zusammengekommen und habe gemeinsam den Entscheid getroffen, den Pachtvertrag aufzulösen. Damit das Lokal weiterhin geöffnet bleibt, wurde eine Interimslösung gefunden. «Alle Angestellten des ehemaligen Pächters haben von uns das Angebot erhalten, dass sie weiterhin zu den gleichen Konditionen bei uns arbeiten können», teilt Gasser weiter mit.

Am Samstag trifft der SC Buochs im Schweizer Cup auf den Titelverteidiger FC Luzern. Auf das sportliche Highlight hat der Wechsel im Clublokal aber keine Auswirkungen. Gemäss Gasser gibt es für das Spiel am Samstag ein eigenes Organisationskomitee mit einem verantwortlichen Festwirt.

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