Aktualisiert 06.02.2008 14:00

Angestellte nach Chemieunfall evakuiert

In einer Chemiefirma im thurgauischen Hauptwil ist Acrylsäure ausgelaufen.

Mehrere Angestellte wurden vorsorglich aus der Produktionshalle evakuiert, ein Mitarbeiter wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht. Nach Angaben der Thurgauer Kantonspolizei ereignete sich der Zwischenfall gegen 08.30 Uhr beim Einfüllen von Acrylsäure in einen mit Wasser gefüllten Mischkessel. Aus noch ungeklärten Gründen wurde der Verschlusshahn eines Fasses herausgerissen. Dadurch gelangten mehrere Dutzend Liter Säure in ein Auffangbecken und entwickelten kurzzeitig giftige Dämpfe. Kurz darauf konnte das Fass wieder verschlossen werden. Laut Polizei wurde die Umweltgefahr rasch gebannt. Im Einsatz standen die Feuerwehr Hauptwil, die Chemiewehr Weinfelden sowie ein Spezialist des Amts für Umwelt. Als präventive Massnahme wurde die Bevölkerung in der Umgebung durch Lautsprecher aufgefordert, Fenster und Türen vorübergehend geschlossen zu halten. Der 42-jährige Mitarbeiter, der ins Kantonsspital Münsterlingen gebracht wurde, konnte nach einer kurzen Kontrolle wieder entlassen werden. Das Bezirksamt Bischofszell hat eine Untersuchung eingeleitet. (dapd)

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