Connyland-Boss glaubt: Angestellte sollen Delfine vergiftet haben
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Connyland-Boss glaubtAngestellte sollen Delfine vergiftet haben

Noch immer ist unklar, woran die zwei Delfine im Connyland im November 2011 gestorben sind. Geschäftsführer Roby Gasser ist sich sicher, dass die Tiere von Ex-Mitarbeitern vergiftet wurden.

von
pre

Der Tod von zwei Delfinen im Freizeitpark Connyland vom November 2011 ist offiziell noch nicht geklärt. Jetzt beschuldigt Geschäftsführer Roby Gasser im Interview mit der «Nordwestschweiz» Ex-Mitarbeiter. Sie hätten die Tiere vergiftet.

«Gewisse Mitarbeiter haben die Seite gewechselt und arbeiten mit deutschen Tierschutzorganisationen zusammen. Diese kennen exakt unsere Abläufe und wissen, welche Delfine welches Futter erhalten», sagt Gasser.

Gezielt die Männchen vergiftet

Gasser ist überzeugt: Die beiden Männchen wurden getötet, um dem Delfinarium den Garaus zu machen. «Wir haben fünf Delfine. Vergiftet wurden gezielt die beiden Männchen», glaubt Gasser. Denn mit dem neuen Schweizer Tierschutzgesetz dürfen keine Delfine mehr importiert werden – ohne Männchen können sich die übrig gebliebenen Weibchen nicht vermehren.

Connyland macht weiter

Gasser sagt, dass im Blut der toten Tiere ein Opium-Derivat gefunden wurde – «etwas, das weder wir noch unsere Tierärzte verwenden». Deshalb ist er überzeugt, dass die Delfine gezielt vergiftet wurden. Der Staatsanwalt allerdings kam früh zum Schluss, dass ein Antibiotikum die Todesursache gewesen sein soll.

Weder die zuständige Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen noch der gesamtverantwortliche Generalstaatsanwalt Hans-Ruedi Graf wollen dazu Stellung nehmen. Er verweist auf das laufende Verfahren.

Neue Bleibe bis Ende 2013

Die übrigen drei Delfine werden nicht im Connyland bleiben. Bis Ende 2013 hat der Freizeitpark Zeit, eine geeignete Bleibe für die Tiere zu suchen. «Das ist nicht ganz einfach», erklärt Gasser. «Das Bassin muss mindestens so gross sein wie unseres. Wir werden aber eine Lösung finden.

Das Connyland muss sich ohne Delfine neu ausrichten. Auf dem Gelände des Delfinariums soll eine Achterbahn entstehen. «Ich wusste, dass es eines Tages fertig sein würde mit den Delfinen. Ich hätte mir bloss gewünscht, dass es nicht so abrupt passiert», sagt Gasser.

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