Schnelligkeit vor Sicherheit?: Angestellte verklagen Amazon

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Schnelligkeit vor Sicherheit?Angestellte verklagen Amazon

Gegen den Online-Riesen ziehen Angestellte in den USA wegen unzureichender Corona-Schutzmassnahmen vor Gericht. Sie seien daran gehindert worden, Abstandsregeln einzuhalten oder sich die Hände zu waschen, so der Vorwurf.

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Schnelle Produktion zugunsten der Sicherheit? Mitarbeiter verklagen den Internetkonzern Amazon.

Schnelle Produktion zugunsten der Sicherheit? Mitarbeiter verklagen den Internetkonzern Amazon.

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«Behandle deine Mitarbeiter wie deine Kunden», steht auf dem Schild dieses Protestierenden ausserhalb einer Amazone-Lagerhalle.

«Behandle deine Mitarbeiter wie deine Kunden», steht auf dem Schild dieses Protestierenden ausserhalb einer Amazone-Lagerhalle.

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Amazon habe die Angestellten gezwungen, mit «schwindelerregendem Tempo» zu arbeiten, auch wenn diese dadurch daran gehindert wurden, Abstandsregeln einzuhalten, sich die Hände zu waschen und ihre Arbeitsplätze regelmässig zu desinfizieren., so der Vorwurf.

Amazon habe die Angestellten gezwungen, mit «schwindelerregendem Tempo» zu arbeiten, auch wenn diese dadurch daran gehindert wurden, Abstandsregeln einzuhalten, sich die Hände zu waschen und ihre Arbeitsplätze regelmässig zu desinfizieren., so der Vorwurf.

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Darum gehts

  • Der US-Internetkonzern Amazon soll in der Corona-Krise die Sicherheit und Gesundheit seiner Angestellten riskiert haben.
  • Deswegen ziehen sie jetzt vor Gericht. und verklagen den Konzern.
  • Die schnelle Produktion sei wichtiger gewesen als die Sicherheit der Angestellten, so der Vorwurf.

Angestellte haben in den USA gegen den Online-Riesen Klage wegen unzureichender Corona-Schutzmassnahmen eingereicht. Laut Anklageschrift hat Amazon im Umschlagszentrum JFK8 zugunsten der Produktivität die Sicherheit der etwa 5000 Mitarbeitern gefährdet.

Amazon habe die Angestellten gezwungen, mit «schwindelerregendem Tempo» zu arbeiten, auch wenn diese dadurch daran gehindert wurden, Abstandsregeln einzuhalten, sich die Hände zu waschen und ihre Arbeitsplätze regelmässig zu desinfizieren.

Eine Mitarbeiterin sagte, sie habe im März positiv auf Covid-19 getestet und mehrere Haushaltsmitglieder angesteckt, darunter einen Cousin, der am 7. April an den Folgen der neuartigen Lungenkrankheit gestorben sei.

Amazon reagierte nicht sofort auf Anfragen zur Stellungnahme.

Frachtflugzeug-Flotte auf über 80 vergrössert

Derweil wurde bekannt, dass der US-Internet-Riese zwölf zusätzliche Frachtflugzeuge geleast hat. In einer Mitteilung verwies der Konzern dabei auf die in Zeiten der Corona-Pandemie in den USA landesweit gestiegene Nachfrage nach Lieferungen an die Haustür.

Mit den neuen Maschinen vom Typ Boeing 767-300 vergrössere sich die Amazon-Flotte auf mehr als 80 Flugzeuge. Eine Maschine sei bereits im Mai übernommen worden, die übrigen elf würden im nächsten Jahr ausgeliefert. Geleast würden sie bei der Luftfahrtholdinggesellschaft ATSG.

Amazon Air habe während der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle beim Transport von Schutzausrüstungen für Amazon-Geschäftspartner, das Personal im Gesundheitswesen und Hilfsorganisationen in den ganzen USA gespielt, hiess es weiter.

(REUTERS)

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