Frau erschlagen - Angreifer stirbt nach Schüssen in St. Gallen – zwei Polizisten angeklagt
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Frau erschlagenAngreifer stirbt nach Schüssen in St. Gallen – zwei Polizisten angeklagt

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Stadtpolizisten erhoben, die im September 2020 ihre Waffe gegen einen 22-Jährigen einsetzten, der eine Frau mit einer Pfanne erschlagen hat.

von
Jeremias Büchel
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Bei einem Polizeieinsatz in St. Gallen ist es Anfang September zum Einsatz von Schusswaffen gekommen. 

Bei einem Polizeieinsatz in St. Gallen ist es Anfang September zum Einsatz von Schusswaffen gekommen.

BRK
Die Polizei erschoss einen 22-jährigen Mann, weil er nicht aufhörte, auf eine 46-jährige Frau einzuschlagen.

Die Polizei erschoss einen 22-jährigen Mann, weil er nicht aufhörte, auf eine 46-jährige Frau einzuschlagen.

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Als Tatwaffe nutzte der 22-Jährige eine Metallpfanne. 

Als Tatwaffe nutzte der 22-Jährige eine Metallpfanne.

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Darum gehts

  • Vor rund einem Jahr erschlug ein 22-Jähriger in St. Gallen eine 46-jährige Nanny in einer Wohnung.

  • Die Polizei griff ein und es kam zu einer Schussabgabe.

  • Dabei wurde der Täter getötet.

  • Nun wird wegen des Schusswaffengebrauchs Anklage gegen zwei Polizisten der Stadtpolizei St. Gallen erhoben.

Anfang September 2020 betrat ein 22-Jähriger eine Wohnung an der Speicherstrasse in St. Gallen und griff dort eine 46-jährige Italienerin an. Mit einer Metallpfanne schlug er brutal auf das Opfer ein. Die ausgerückte Polizei setzte Schusswaffen ein, worauf der 22-Jährige vor Ort verstarb. «Die eintreffenden Polizeibeamten forderten den mutmasslichen Täter mehrfach auf, innezuhalten, worauf er jedoch nicht reagierte und weiter massivst auf die Frau einschlug. Darauf gaben die beiden Polizisten mehrere Schüsse auf den mutmasslichen Täter ab», sagte die Staatsanwaltschaft im September 2020 zu 20 Minuten. Die 46-jährige Frau, die in der Wohnung als Nanny arbeitete, verstarb später im Spital.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Gegen die beiden Stadtpolizisten wurde wegen der Schussabgabe nun Anklage erhoben, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen am Dienstagnachmittag mitteilte. «Die Staatsanwaltschaft hat dabei den Sachverhalt umfassend abgeklärt und diesen – so wie von der Strafprozessordnung vorgesehen – nach dem Grundsatz ‹im Zweifel für die Anklage› dem zuständigen Kreisgericht zur Beurteilung überwiesen», heisst es in der Medienmitteilung. «Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung für die beiden Angeklagten», heisst es weiter.

Die Stadtpolizei St. Gallen hat die Anklageerhebung zur Kenntnis genommen und wartet nun auf die Beurteilung durch das Kreisgericht St. Gallen, wie es auf Anfrage heisst. Eine gerichtliche Beurteilung sei nicht überraschend, da gerade bei einem solchen Ereignis mit vertieften Abklärungen gerechnet werden müsse.

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Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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