Klima-Hungerstreik auf Bundesplatz – Angreifer will Guillermo Fernandez zwingen, Pommes frites zu essen
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Klima-Hungerstreik auf Bundesplatz Angreifer will Guillermo Fernandez zwingen, Pommes frites zu essen

Seit 23 Tagen ist Guillermo Fernandez im Hungerstreik für das Klima auf dem Bundesplatz. Am Dienstag wurde er attackiert: Ein Mann versuchte ihn zu zwingen, Pommes frites zu essen.

von
Lucas Orellano

Guillermo Fernandez wurde von Simonetta Sommaruga besucht.

20 Minuten

Darum gehts

  • Guillermo Fernandez ist im Hungerstreik für das Klima.

  • Am Dienstag wurde er nach eigenen Angaben von einer Person angegangen.

  • Zwei Polizisten forderten den Mann auf, den Bundesplatz zu verlassen.

Seit ersten November verzichtet Guillermo Fernandez auf Nahrung. Damit will der dreifache Familienvater aus dem Kanton Freiburg den Bundesrat dazu auffordern, klimapolitisch aktiver zu werden und die Bevölkerung über die Risiken des Klimawandels aufzuklären.

Dass sich Fernandez im Hungerstreik befindet, scheint indes nicht allen zu passen. Am Dienstagnachmittag schreibt er auf Twitter: «Danke an die beiden Polizisten, die mich vor einem Angreifer gerettet haben, der mich zwingen wollte, Pommes frites zu essen.»

«Es ist ungefähr um 16 Uhr passiert», sagt er zu 20 Minuten. «Während ich mich mit einigen Personen unterhielt, kam ein Herr von hinten auf mich zu. Er hielt mir eine Packung Pommes unter die Nase und schrie mich an: ‹Iss, das ist für dich!›»

Daraufhin sei Fernandez aufgestanden. «Er hat mir auch eine Cola gezeigt und gesagt: ‹Das ist für dich, ich habe es bezahlt!›», so der Familienvater weiter. «Ich sagte ihm, er solle gehen und mich in Ruhe lassen.» Wie Fernandez weiter angibt, hätten dann zwei Polizisten eingegriffen: «Sie packten den Angreifer und führten ihn vom Platz.»

Auf Anfrage von 20 Minuten kann die Kantonspolizei Bern eine Intervention bestätigen. Wie eine Mediensprecherin sagt, habe eine Patrouille festgestellt, dass ein Mann vor der Auseinandersetzung sein Auto auf dem Bundesplatz abgestellt habe – was nicht erlaubt ist. Man habe ihn darauf aufmerksam gemacht, woraufhin der Mann den Bundesplatz verlassen habe.

«Ich hoffe, dass die Regierung immerhin nach meinem Tod etwas unternimmt», sagt Fernandez.

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