Malware-Warnung: «Angry Birds» wüten auf Android-Handys
Aktualisiert

Malware-Warnung«Angry Birds» wüten auf Android-Handys

Google hat zehn gefährliche Apps aus dem Android Market gelöscht. Die Schadprogramme tarnten sich als hilfreiche «Erweiterungen» für das populärste Smartphone-Game aller Zeiten.

von
dsc
Angry Birds ist auch bei Kriminellen beliebt. Sie versuchen, ahnungslose Nutzer in die Falle zu locken.

Angry Birds ist auch bei Kriminellen beliebt. Sie versuchen, ahnungslose Nutzer in die Falle zu locken.

Die wütenden Vögel von «Angry Birds» sind beliebt bei Alt und Jung - aber auch bei Kriminellen. Nicht weniger als zehn gefährliche Apps musste Google kürzlich aus dem offiziellen Android Market entfernen lassen. Dabei handelte es sich um Schadprogramme, die sich als hilfreiche Add-ons zu «Angry Birds» getarnt hatten. Anstatt den Nutzern hilfreiche Tipps zum ausgezeichneten Game («Angry Birds» erhielt den Webby-Award für das beste Mobile-Game) zu bieten, spionieren sie das Handy aus und verursachen hohe Kosten.

Enttarnt worden ist die Malware von einem Informatik-Professor aus den USA. Xuxian Jiang hat am 5. Juni Google Meldung erstattet - am gleichen Tag wurden die Schädlinge aus dem offiziellen App-Store für Android-Nutzer gelöscht.

Neuer Schädling entdeckt

Unter den Schädlingen ist eine neue Art entdeckt worden, die Jiang und sein Team auf den Namen Plankton getauft haben. Während Malware normalerweise versucht, auf dem befallenen Gerät Administrator-Rechte zu erlangen, geht Plankton einen anderen Weg. Im Hintergrund sammelt das Spyware-Programm Informationen zum Gerät des Nutzers und übermittelt sie heimlich an einen unbekannte Server.

Gefunden wurde aber auch ein Trojaner namens YZHCSMS, der hohe Kosten verursachen kann. Er verschickt unzählige Kurznachrichten an teure Premium-Nummern. Laut Jiang war der Schädling mindestens drei Monate im Android Market anzutreffen, bis er von Google entfernt wurde.

Offen für alles

Im Gegensatz zu Apple setzt Google bei seinem Online-Softwareladen nicht auf Abschottung. Der Zugang für Entwickler ist einfach. Wer eine App programmiert hat, kann sie praktisch ungeprüft im Android Market veröffentlichen, wie Wired.com berichtet. In der Regel schreitet Google erst ein, wenn Reklamationen eingehen, beziehungsweise der Schaden bereits angerichtet ist. Noch riskanter als der Android Market sind andere Bezugsquellen für Android-Software im Internet wie dubiose Websites.

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