Finanzkrise: Angst vor Armut und sozialen Unruhen
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FinanzkriseAngst vor Armut und sozialen Unruhen

In Asien wächst die Angst vor Unruhen als Folge der Finanzkrise. «Die Armut verschlimmert sich in vielen Ländern, Unternehmen straucheln», sagte Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono.

Susilo Bambang Yudhoyono zeigte sich am Montag zum Auftakt des Jahrestreffens der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) auf der indonesischen Insel Bali besorgt:

Auch der extrem wichtige Kampf gegen den Klimawandel könnte sich verzögern. «Wenn all dies nicht unter Kontrolle gebracht wird, könnten am Ende in vielen Ländern soziale und politische Unruhen ausbrechen», sagte der Gastgeber vor Finanzministern und Notenbankchefs von 67 ADB-Mitgliedsländern.

Der Umsatz vieler Exporteure in Asien ist um die Hälfte eingebrochen, weil die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten die Nachfrage weltweit lähmt. Zwar prognostiziert die ADB der Region für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent, doch dies ist das magerste Plus seit der Finanzkrise in Asien vor gut zehn Jahren.

Trotz positiver Konjunktursignale aus China warnte der Finanzminister der Volksrepublik, Xie Xuren, vor zu grosser Euphorie. Die von der Pekinger Regierung eingeleitete Ankurbelung der Binnennachfrage zeige zwar überraschend starke Wirkungen, aber China stehe weiter vor enormen Herausforderungen.

Am Wochenende hatten 13 asiatische Länder im Kampf gegen die jüngste Flaute einen Krisenfonds aufgelegt. Die ADB selbst will 2009 und 2010 Kredite von rund 33 Mrd. Dollar vergeben, was fast 50 Prozent mehr wäre als in den Jahren zuvor. Die Bank wird überwiegend durch Spenden aus Japan, den USA und Ländern Europas finanziert. (sda)

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