11.10.2020 15:57

Nervöse RepublikanerFurcht vor einer Niederlage von Donald Trump steigt – Ted Cruz fürchtet «Blutbad»

Etwas mehr als drei Wochen vor den Wahlen in den USA werden republikanische Senatoren nervös. Der Texaner Ted Cruz fürchtet gar ein «Blutbad». Andere attackieren Präsident Donald Trump öffentlich.

von
Lucas Orellano
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Donald Trump liegt bei den Umfragen hinter Joe Biden.

Donald Trump liegt bei den Umfragen hinter Joe Biden.

Keystone
Der Republikaner Ted Cruz fürchtet sich vor einem schrecklichen Wahltag.

Der Republikaner Ted Cruz fürchtet sich vor einem schrecklichen Wahltag.

Keystone
«Die Situation ist extrem volatil.» Die Spanne zwischen den möglichen Wahlresultaten sei so riesig wie er es noch nie erlebt habe, sagt Cruz.

«Die Situation ist extrem volatil.» Die Spanne zwischen den möglichen Wahlresultaten sei so riesig wie er es noch nie erlebt habe, sagt Cruz.

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Darum gehts

  • Der republikanische Senator Ted Cruz fürchtet sich vor einem «schrecklichen» Wahltag.
  • «Es könnte ein Blutbad vom Ausmass Watergate geben», sagt Cruz.
  • Derweil attackieren zwei seiner republikanischen Ratskollegen Donald Trump öffentlich.

Der 3. November und damit der Präsidentschafts-Wahltag in den USA rückt näher. In den Umfragen liegt nach wie vor Joe Biden vorne, die TV-Debatte und die Coronavirus-Infektion von Präsident Donald Trump haben den Vorsprung des Demokraten noch ausgebaut. Nun beginnen sich erste Republikaner öffentlich Sorgen zu machen. So beispielsweise Ted Cruz, der Trump 2016 beim Vorwahlkampf innerhalb der Grand Old Party unterlegen war. «Ich mache mir Sorgen», sagte der texanische Senator gegenüber dem Nachrichtensender «CNBC». «Die Situation ist extrem volatil.» Die Spanne zwischen den möglichen Wahlresultaten sei so riesig wie er es noch nie erlebt habe, sagt Cruz.

«Es könnte eine fantastische Wahl geben. Donald Trump könnte wiedergewählt werden und wir den Senat und das Repräsentantenhaus gewinnen», so Cruz. «Vielleicht wird es aber auch schrecklich. Wir könnten das Weisse Haus verlieren und beide Parlamentskammern. Es könnte ein Blutbad vom Ausmass eines Watergate geben.»

Nach dem Watergate-Skandal und dem Rücktritt von Präsiden Richard Nixon erlitten die Republikaner bei den sogenannten Midterms 1974 eine empfindliche Niederlage. Die Demokraten bauten ihren Vorsprung in beiden Kammern aus und erreichten im Repräsentantenhaus sogar eine Zweidrittels-Mehrheit. Bei den Präsidentschaftswahlen 1976 wurde mit Jimmy Carter ein Demokrat Präsident.

Donald Trump macht Senatoren nervös

Die Nervosität scheint deshalb derzeit bei den republikanischen Senatoren besonders gross. Wie der «Guardian» berichtet, echauffierte sich Martha McSally (Arizona) über die Attacken von Donald Trump gegen ihren Vorgänger John McCain. «Ganz ehrlich, das regt mich auf, wenn er das macht», sagte McSally diese Woche in einer Debatte. Auch John Cornyn (Texas) kritisierte den US-Präsidenten: Er habe Verwirrung um das Coronavirus gestiftet und sei unachtsam gewesen, als sich die Pandemie verbreitete.

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160 Kommentare
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Nichts

13.10.2020, 01:27

Was haben die Dems in den letzten 3 Jahren positives erreicht?

Die Fliege

13.10.2020, 01:25

Ich war das beste, was aus dem demokratischen Wahlkampf herauskam und habe auch die meiste Aufmerksamkeit

Joke Biden

13.10.2020, 01:24

Ich geh mal schlafen