Angst vor neuer Gewalt um Kosovo
Aktualisiert

Angst vor neuer Gewalt um Kosovo

Mazedonien hat vor neuen Gewaltausbrüchen auf dem Balkan nach einer möglichen Aufteilung der südserbischen Provinz Kosovo gewarnt.

Sollte die Provinz zwischen Serbien und Kosovo-Albanern aufgespalten werden, könnten dadurch Radikale in der Region gestärkt werden.

Dies sagte Präsident Branko Crvenkovski am Donnerstag nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrates. "Wir dürfen die Risiken, die so geschaffen würden, nicht unterschätzen."

Der Westen befürchtet, dass bei einer Teilung der Provinz der Konflikt auf die mehrheitlich von Albanern bewohnten Gebiete in Mazedonien und dem Presovo-Tal in Serbien übergreift. Albanische Führer warnten davor, dass dabei die "albanische Frage" wieder hochkocht.

Die Option einer Teilung galt lange als Tabu, kam zuletzt jedoch als möglicher Ausweg aus dem Stillstand wieder auf den Tisch. Kosovo- Albaner und Serben treffen in der kommenden Woche mit der Kosovo- Troika aus Unterhändlern der EU, Russlands und der USA in Wien zusammen.

Die Fronten zwischen beiden Seiten sind jedoch verhärtet, mit einem Durchbruch bei den Verhandlungen rechnet kaum noch jemand. Serbien pocht auf einen rechtlichen Anspruch auf das Gebiet.

Die Kosovo-Albaner wollen sich dagegen nur mit der Unabhängigkeit zufrieden geben und drohten zuletzt damit, diese noch in diesem Jahr einseitig zu erklären.

(sda)

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