Angst vor Wahlbetrug
Aktualisiert

Angst vor Wahlbetrug

Nach den gravierenden Fehlern bei den letzten Präsidentenwahlen in den USA warnen unabhängige Wahlbeobachter 12 Tage vor der Wahl vor erneuten Problemen.

Wahlbeobachter in den USA machen auf Probleme aufmerksam. Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in den USA wächst die Sorge vor Problemen bei der Stimmabgabe.

Es gebe eine Reihe von Hindernissen, die «eine substanzielle Bedrohung der Integrität» der Präsidentenwahl am 2. November darstellten, erklärte die Organisation Global Exchange nach Erkundungen von 20 Beobachtern in Arizona, Georgia, Florida, Missouri und Ohio.

«Die Delegation hörte von vielen Bürgern, deren Vertrauen in den Wahlprozess von den Ereignissen im Jahr 2000 erschüttert wurde», heisst es im Bericht der Organisation. Damals wurde in Florida eine Neuauszählung der Stimmen erforderlich. Letztlich gaben dann nur 537 Stimmen den Ausschlag für die Wahl von Präsident George W. Bush.

Die internationalen Beobachter aus 15 Ländern beanstandeten unter anderem Wahlmaschinen, die keinen Papierausdruck der Stimmabgabe ermöglichen, und eine führende Rolle von Parteimitgliedern bei der Organisation der Abstimmung. Zu den Empfehlungen für kurzfristige Verbesserungen gehört die Mitwirkung von parteilosen Personen auf allen Ebenen des Wahlprozesses.

Die Delegation von Global Exchange ist eines von zwei ausländischen Beobachterteams, die am Wahltag die Augen offen halten werden. Das zweite Team wird auf Einladung Bushs von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsandt. (dapd)

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