«Es hat mich gepackt»: Anja Zeidler macht jetzt auch Kunst
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«Es hat mich gepackt»Anja Zeidler macht jetzt auch Kunst

Ihr liebstes Hobby hat sie lange vernachlässigt. Jetzt hat Influencerin Anja Zeidler das Malen wieder für sich entdeckt und präsentiert erstmals ein Werk.

von
kfi

Von der Skizze auf die Leinwand: Anja Zeidler zeigt, wie ihr Bild entstanden ist, und verrät, wie sie zum Malen gekommen ist. <i>(Video: Instagram/Wibbitz/K. Fischer)</i>

Von der gedopten Bodybuilderin zur relaxten Outdoor-Sportlerin. Vom Fitnessmodel mit künstlichen Fingernägeln und Brüsten zur ungeschminkten Body-Positivity-Influencerin. Anja Zeidler (25) ist immer für eine Überraschung gut. Der neuste Streich der Luzernerin: Sie macht Kunst.

Jawohl, Sie haben richtig gelesen – Anja Zeidler malt neuerdings. Wobei: So neu sei das nicht. «Mein Grossvater und mein Urgrossvater väterlicherseits waren Künstler, ich habe die Kreativität wohl in meinen Genen», sagt sie zu 20 Minuten.

Nacht-Sessions an der Leinwand

Sie selbst habe schon als Kind zum Pinsel gegriffen. Das Hobby sei aber in den letzten Jahren etwas auf der Strecke geblieben. «Nun hat es mich wieder gepackt!» Oft male sie mitten in der Nacht, «wenn ich nicht schlafen kann». Es seien unterschiedliche Dinge, die sie dann auf die Leinwand bringe. Ihr momentanes Lieblingssujet: Frauen.

Zum ersten Mal überhaupt zeigt Zeidler ihren 326'000 Insta-Followern nun ein eigenes Kunstwerk. «Emotions» nennt sie das farbenfrohe Acrylbild eines Frauengesichts. «Ihr bricht das Dach über dem Kopf zusammen, weil sie ihre Gefühle zurückhält», erklärt sie ihr jüngstes Werk, «sie stellt sich und lässt ihren Emotionen freien Lauf.»

Klingt sehr nach ihrem eigenen Wandel, den sie in den letzten Monaten durchlaufen hat. Autobiografisch sei das Bild aber nicht, stellt sie klar. «Es ist Kunst.»

«Was kannst du eigentlich nicht?»

Zeidler will es auch nicht bei der Hobby-Malerei für die eigenen vier Wände belassen. Sie denke darüber nach, ihre Bilder für den guten Zweck zu versteigern. Eine konkrete Organisation, der sie das Geld spenden will, hat sie noch nicht. Vielleicht «Organisationen, die sich für Menschen in Armut und Umweltschutz und gegen Gewalt an Frauen und Massentierhaltung einsetzen». Demnächst will sie ihre Follower nach Inputs und Vorschlägen fragen.

Die zeigen sich schon jetzt begeistert von der ersten Kostprobe. «Ich liebe es!», kommentiert ein Fan. «Gibts eigentlich auch etwas, das du nicht kannst?», fragt ein anderer rhetorisch. Und ein Dritter würde sich Zeidlers Bild «sofort bei mir daheim aufhängen».

Wie viel Erlös erwartet denn die Künstlerin selbst für ihr Schaffen? «Expect nothing, appreciate everything», antwortet Zeidler diplomatisch bescheiden. Nichts zu erwarten, aber alles zu schätzen, sei generell ihr Motto. «Bis dahin male ich leidenschaftlich weiter.»

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