Aktualisiert 12.12.2006 13:55

Anklageschrift im Vera-Pevos Prozess von Verteidigung verrissen

Die Verteidiger der sechs Angeschuldigten im Prozess um das Vera-Pevos-Pensionskassendebakel haben in Olten frühzeitige Freisprüche gefordert.

Die Schlussverfügung des ausserordentlichen Untersuchungsrichters und Staatsanwalts verletze den Anklagegrundsatz. Der Ankläger wies die Vorwürfe zurück.

Laut den Verteidigern ist die 203 Seiten lange Anklageschrift unter anderem zu pauschal und zu unübersichtlich. Um sich verteidigen zu können, müsse ein Beschuldigter wissen, was ihm vorgeworfen werde. Dies sei nicht der Fall. Es handle sich bei der Schlussverfügung um eine Ansammlung von Weitschweifigkeiten und um eine parteiische Kampfschrift. Die Verteidiger forderten für ihre sechs Mandanten deshalb Freisprüche und eine eventuelle Einstellung des Verfahrens.

Staatsanwalt Martin Zeltner hielt an den Anklagen wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und eventuell mehrfachen Betrugs und mehrfacher Urkundenfälschung fest. So habe er sich gefragt, was die Beschuldigten falsch gemacht hätten. In der Schlussverfügung seien dazu klare Antworten zu finden. Mit einem Urteil des Gerichts wird in den kommenden Tagen gerechnet. (dapd)

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