Aktualisiert 10.07.2015 09:46

Börsenreaktion

Anleger setzen auf Tsipras' Reformvorschläge

Die europäischen Börsen legen 2 und mehr Prozent zu. Athen hat den geforderten Massnahmenkatalog fristgereicht eingereicht. Auch die Märkte in China erholen sich.

von
chk
Zwei Tage in Folge erholen sich die chinesischen Aktienmärkte: Ein Mann läuft in Hong Kong vor einer Anzeigetafel, die einen rund 3,7-prozentigen Anstieg des Hang-Seng-Indexes anzeigt. (9. Juli 2015)

Zwei Tage in Folge erholen sich die chinesischen Aktienmärkte: Ein Mann läuft in Hong Kong vor einer Anzeigetafel, die einen rund 3,7-prozentigen Anstieg des Hang-Seng-Indexes anzeigt. (9. Juli 2015)

Neue Reformvorschläge aus Griechenland und die Kurserholung bei chinesischen Aktien haben den meisten asiatischen Börsen heute zu Gewinnen verholfen. Auch die europäischen Aktienmärkte starteten mit deutlichen Gewinnen.

Der Euro Stoxx 50, in dem die grössten Unternehmen der Eurozone vertreten sind, legte um 2,5 Prozent zu. Der deutsche Dax stand um 10.20 Uhr knapp 1,8 Prozent im Plus, in ähnlichem Ausmass stieg der italienische FTSEMIB. In Paris stieg der CAC 40 um 2,5 Prozent. Auch der SMI profitierte von der neu aufkeimenden Hoffnung auf eine Lösung im griechischen Schuldenstreit. Der Schweizer Leitindex legte um ein knappes Prozent zu.

Börsenhändler sagten, der von der griechischen Regierung vorgelegte Reformplan stimme die Investoren vorsichtig optimistisch, dass sich die Parteien bis zur Deadline am Sonntag einigen können. «Der Vorschlag scheint neue Konzessionen Griechenlands in Schlüsselbereichen zu enthalten», sagt Craig Erlam, Marktstratege bei OANDA, zu Reuters.

Chinas Versicherer stützen Markt mit 17 Milliarden

Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Werte ohne Japan stieg um 1,35 Prozent. In Japan zeigte die Börse ein uneinheitliches Bild. Während der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,38 Prozent auf 19'779 Punkte nachgab, ging der breiter gefasste Topix mit 1583 Punkten 0,23 Prozent höher aus dem Markt.

In China beeindruckten unterdessen offenbar die Massnahmen der Behörden, den Kursverfall an den Börsen zu stoppen. Der CSI 300 mit den wichtigsten Titeln legte um 6,4 Prozent zu, während der Shanghai Composite 5,7 Prozent gewann. Grossaktionären ist es seit dieser Woche verboten, ihre Anteile in den kommenden sechs Monaten zu verkaufen.

In Tokio war die Stimmung ambivalent. Viele Anleger waren nicht davon überzeugt, dass das Schlimmste an den chinesischen Börsen vorüber ist. Zudem haben Marktteilnehmer die Sorge, dass sich die Eingriffe der Regierung noch auf Jahre auswirken werden.

Der Analyst Isao Kubo von Nissay Asset Management sieht für den Nikkei bei 19'000 Punkten eine Widerstandslinie, wenn in China noch etwas passieren sollte. «Ich glaube aber nicht, dass es derzeit einen Abstieg darunter geben wird», fügt er hinzu. (chk/sda)

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