Nati in Thun: Annäherung an den Plastikrasen und Litauen
Aktualisiert

Nati in ThunAnnäherung an den Plastikrasen und Litauen

Dass die Schweiz im Berner Oberland gegen Liechtenstein testet, hat einen guten Grund. Auf dem Thuner Kunstrasen soll die nächste EM-Quali-Partie simuliert werden.

von
E. Tedesco & P. Berger

Die Nationalspieler Steve von Bergen und Captain Gökhan Inler zum Unterschied zwischen Kunst- und Naturrasen. (Video: 20 Minuten)

Die Annäherung an Gegner Litauen und auf den Kunstrasen, auf dem die Nati ihr WM-Qualifikationsspiel in Vilnius austrägt, stehen im Berner Oberland im Zentrum der Vorbereitung. «Für uns kann der Kunstrasen nur ein Vorteil sein», sagt Vladimir Petkovic. Eine überraschende Aussage, zumal das künstliche Grün von den meisten Spielern keine bevorzugte Unterlage ist.

Der Nati-Coach erklärt: «Wenn eine Mannschaft spielerisch stark ist und präzise spielt, kann Kunstrasen für die technisch bessere Mannschaft auch positiv sein.» Der Tessiner weiss durchaus, wovon er spricht, bringt er doch aus seiner Zeit als YB-Trainer (2008 bis 2011) Erfahrung mit der Plastikunterlage mit. «Ich werde versuchen, unsere Mannschaft zu überzeugen, dass wir auch auf Kunstrasen gewinnen können.»

In der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in der EM-Quali geht es weit über den rhetorischen Versuch hinaus. Die Nati hat im Berner Oberland Gelegenheit, auf zwei unterschiedlichen Typen von Kunstrasen zu trainieren. Auf dem langsameren Plastik in der Stockhorn Arena und dem schnellen auf einem Nebenplatz, der dem in Vilnius ähnelt. «Auf Kunstrasen muss man flacher und schneller spielen, die Pässe müssen präzise und vom Timing her korrekt kommen», so Petkovic.

Erinnerungen an einen Fussballzwerg

Obwohl alle Spieler (zumindest in Testspielen, Trainings und in Juniorenzeiten) bereits Erfahrung auf Plastik haben, wird die Nati am Mittwoch ein Testspiel gegen Liechtenstein auf Plastik austragen, damit sich wirklich alle an die ungewohnte Unterlage gewöhnen können. Gegen den Landesnachbarn geht es aber auch darum, sich mit einem vergleichbaren Team zu messen. Obwohl messen wohl nach dem deutlichen 4:0-Heimsieg am 15. November in St. Gallen gegen Litauen ein zu starkes Wort ist und sich der nächste EM-Quali-Gegner am Wochenende mit einem 0:2 gegen Malta bis auf die Knochen blamierte.

Letzmals hatten die Malteser, die Nummer 145 der Fifa-Weltrangliste, 2013 einen Vollerfolg (3:2 gegen die Färöer) feiern können. Der letzte 2:0-Sieg datiert vom 2. Juni 2012 gegen Luxemburg. By the way - eine Erinnerung an die Schweizer Naticracks: Am 9. Februar 2011 blamierte sich die Schweiz mit einem 0:0 in La Valletta gegen den Fussballzwerg. Alex Frei und Gökhan Inler vergaben dabei je einen Penalty.

Premiere in Thun Seit eineinhalb Jahren spielt die Nati ihre Heimspiele bis auf eine Ausnahme vor ausverkauftem Haus. Lediglich beim Test gegen die USA im letzten März im Letzigrund gab es leere Plätze. Mit dem freundschaftlichen Länderspiel gegen Liechtenstein tritt die A-Nati erstmals im Berner Oberland auf und hofft, die Serie der ausverkauften Heimspiele wieder fortsetzen zu können. Die Berner Oberländer müssen bis morgen aber noch Gas geben: Gestern gab es noch 1500 Karten (von 8900) für das Spiel. (ete)

Premiere in Thun Seit eineinhalb Jahren spielt die Nati ihre Heimspiele bis auf eine Ausnahme vor ausverkauftem Haus. Lediglich beim Test gegen die USA im letzten März im Letzigrund gab es leere Plätze. Mit dem freundschaftlichen Länderspiel gegen Liechtenstein tritt die A-Nati erstmals im Berner Oberland auf und hofft, die Serie der ausverkauften Heimspiele wieder fortsetzen zu können. Die Berner Oberländer müssen bis morgen aber noch Gas geben: Gestern gab es noch 1500 Karten (von 8900) für das Spiel. (ete)

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