Aktualisiert 14.05.2006 11:45

Annäherung der Swiss-Pilotengewerkschaften in Sicht

Zwischen dem Pilotenverband Aeropers und den in der Gewerkschaft Swiss Pilots organisierten Regionalpiloten der Swiss zeichnet sich eine Annäherung ab.

Aeropers hat den Regionalpiloten nach dem Eclat bei Swiss Pilots den Beitritt zu ihrem Berufsverband angeboten. Ziel sei eine einzige Pilotengewerkschaft bei der Swiss.

Die Vereinigung Aeropers, die bisher die Interessen der Swiss-Langstreckenpiloten vertritt, habe den Europa-Piloten einen Verbandsbeitritt angeboten, bestätigte Aeropers-Vizepräsident Christian Frauenfelder einen Bericht des «SonntagsBlick». Der Schritt erfolgte, nachdem die Swiss die Sozialpartnerschaft mit Swiss Pilots nach der Fälschung des Abstimmungsergebnisses zum neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aufgekündigt hatte. Aeropers wolle nicht, dass Verbände innerhalb der Swiss gegeneinander ausgespielt werden, begründete Frauenfelder die Avancen seines Verbands. Es sei auch nicht akzeptabel, dass eine Gruppe von Leuten über eine längere Zeit keinem GAV unterstellt sei. Aeropers wolle die Kräfte bündeln mit dem Ziel, nur noch eine einzige Pilotengewerkschaft bei der Swiss zu haben.

Laut Frauenfelder handelt es sich bei diesem Angebot nicht um eine Kehrtwende seines Verbandes. Eine Bündelung der Kräfte sei vielmehr wegen wegen der unrealistischen Politik von Swiss Pilots bisher nicht möglich gewesen. Frauenfelder zeigte sich überzeugt davon, dass Aeropers die Interessen der Regionalpiloten besser vertreten könne als dies Swiss Pilots bisher getan habe. Aeropers wolle nun das persönliche Gespräch mit den Regionalpiloten suchen, um ihre Skepsis auszuräumen.

Die Swiss hatte nach dem Eclat wegen der gefälschten Abstimmung über den neuen GAV am vergangenen 5. Mai die Sozialpartnerschaft mit dem Regionalpilotenverband Swiss Pilots aufgekündigt. In der Folge trat der Vorstand des Verbands in corpore zurück und setzte Neuwahlen an. (dapd)

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