Aktualisiert

Annan fordert Ende der «erniedrigenden» Seeblockade

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat zum Auftakt seiner Gespräche in Israel ein Ende der israelischen Seeblockade des Libanons gefordert. Die Blockade der Küste und des Luftraumes sei eine Erniedrigung für die Libanesen und schade der Wirtschaft.

Mit diesen Worten zitierten israelische Medien Annan am Dienstag nach einem Treffen mit dem israelischen Verteidigungsminister Amir Perez. Der UNO-Generalsekretär habe Israel zudem für die Mehrzahl der Verstösse gegen die seit zwei Wochen geltende Waffenruhe zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz verantwortlich gemacht.

Annan hatte sich am Dienstag zuerst in Südlibanon einen persönlichen Eindruck von den Kriegszerstörungen verschafft. Er hatte ausserdem das Hauptquartier der UNO-Friedenstruppe für Libanin (UNIFIL) in der Küstenstadt Nakura besucht. Bereits dort hatte er ein Ende der israelischen Blockade gefordert.

Annan will in Israel über die Verstärkung der UNIFIL und Bemühungen um eine Freilassung Gefangener sprechen. Für Mittwoch stehen Gespräche mit dem israelischen Regierungschef Ehud Olmert, Aussenministerin Zipi Liwni auf dem Programm. Weiter will Annan in die palästinensischen Gebiete reisen, um sich dort mit Präsident Mahmud Abbas zu treffen. (sda)

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