Annan warnt vor zweiter Todeswelle

Aktualisiert

Annan warnt vor zweiter Todeswelle

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat an der Geberkonferenz der UNO in Genf vor einer zweiten Welle von Todesfällen im Erdbebengebiet Südostasiens gewarnt.

Die Tragödie übertreffe alles, was man sich an Schrecklichem vorstellen könne, sagte er an der Geberkonferenz der UNO in Genf.

Annan sagte, es handle sich um einen Wettlauf gegen die Zeit denn der harte Winter des Himalajas beginne bald. Deshalb seien eine wirksame Erhöhung der Gelder, ein Ausbau des Transports und mehr Helfer nötig.

Weitere Todesfälle vermeidbar

«Das Ziel dieser Konferenz ist es, eine zweite Welle von Todesfällen und neues Leid zu verhindern», sagte er und betonte: «Niemand hätte das Erdbeben verhindern können. Aber wir können die nächste Welle - jene der Todesfälle wegen der eisigen Kälte, wegen Krankheiten, zu wenig Trinkwasser, Nahrung und Unterkünften stoppen.»

Die Verletzten seien dringend auf medizinische Versorgung angewiesen. Mehr als drei Millionen Menschen seien obdachlos. Tausende seien durch das Erdbeben in ihren Städten und Dörfern gefangen und von der Welt abgeschnitten.

Die weltweite Versorgung mit Winterzelten sei praktisch erschöpft, sagte Annan weiter. Pakistan müsse dabei unterstützt werden, andere Unterkunftsmöglichkeiten zu finden.

Die Erdbebenkatastrophe habe Zehntausende von Menschenleben gefordert. Mehr als 70 000 Menschen seien verletzt. Und die gesamte Infrastruktur auf einem Gebiet von 28 000 Quadratkilometern (zwei Drittel der Fläche der Schweiz) sei weitgehend zerstört, sagte Annan vor den Vertretern aus 65 Ländern und vor mehreren Nichtregierungsorganisation (NGO).

(sda)

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