Aktualisiert 07.01.2008 13:17

Anschläge auf sieben Kirchen und Klöster

Bei zwei Selbstmordanschlägen in Bagdad sind bis zu 14 Menschen getötet worden. Zu Beginn des Weihnachtsfestes der orthodoxen Christen griffen Extremisten am Sonntag sieben Kirchen und Klöster an.

Unter den Opfern war auch der Chef der Nachbarschaftsmiliz von Adhamija, wie ein Vertreter des Innenministeriums am Montag mitteilte. Rijad al-Sammarai war ein wichtiger Verbündeter der US-Truppen im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida.

Der Attentäter habe eine mit Sprengstoff präparierte Weste getragen und den Sprengsatz in den Räumen der «Sunnitischen Stiftung» gezündet, sagte ein Kommandeur der Miliz. Mindestens 20 Menschen wurden bei dem Anschlag im Nordosten der irakischen Hauptstadt verletzt.

Angriffe auf orthodoxe Christen

Zu Beginn des Weihnachtsfestes der orthodoxen Christen griffen Extremisten am Sonntag sieben Kirchen und Klöster an. Dabei wurden sechs Menschen verletzt, wie die Nachrichtenagentur Answat al-Irak berichtete.

Zwei Verletzte waren Wächter, die vor den Gotteshäusern postiert worden waren. Zudem richteten die Angreifer grossen Sachschaden an. Die Sprengsätze detonierten unter anderem vor der Mar-Girgis-Kirche der Chaldäer in Bagdad und vor einem Nonnenkloster in Safranija, einem Viertel im Süden der Hauptstadt. In Mossul explodierten Autobomben vor zwei Kirchen.

Die orthodoxen Christen feiern das Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar. Seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im Frühjahr 2003 haben viele Christen den Irak verlassen. Wegen ihres Glaubens und weil sie keinen Stamm haben, der sie verteidigt, sind Christen besonders häufig Opfer islamistischer Terroristen und krimineller Banden. (sda)

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