Razzia in Berlin: Anschläge gegen Russland geplant

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Razzia in BerlinAnschläge gegen Russland geplant

Die grossangelegten Durchsuchungen in Berlin am Mittwoch dienten Ermittlungen gegen drei mutmassliche Islamisten, die Terroranschläge in Russland geplant haben sollen.

Seit Mittwochmorgen durchsucht die Polizei zahlreiche Wohnungen «im Umfeld gewaltbereiter Islamisten» in Berlin. Der Schlag richtet sich gegen tschetschenische Islamisten und gegen die allfällige Rekrutierung von Terroristen. Die Durchsuchungen laufen seit 06.00 Uhr morgens und sind am späten Vormittag noch nicht ganz abgeschlossen gewesen. Mehrere Personen sind festgenommen worden, es bestehe der Verdacht des geplanten Mordes, verlautete aus Kreisen der Staatsanwaltschaft. Eine offizielle Bestätigung liegt aber noch nicht vor.

In der vergangenen Nacht sollen in Berlin bereits 28 Wohnungen durchsucht und mehrere Verdächtige vorübergehend festgenommen worden sein. «Bild.de» zufolge soll es sich bei den Männern um tschetschenische Islamisten handeln. Die Berliner Staatsanwaltschaft äusserte sich zunächst nicht dazu. Sie wollte im Laufe des Tages eine offizielle Presseerklärung zu den Durchsuchungen abgeben.

Laut Spiegel Online geht es um den Verdacht, dass die Tschetschenen einen Mord im Ausland planten. Untersucht wird auch, ob von Berlin aus sogenannte Dschihad-Rekruten in Terrortrainingslager geschleust werden. Dass Islamisten von Deutschland aus in solche Lager reisen, beobachten die Behörden mit grosser Sorge.

Vor wenigen Wochen kündigten islamistische Gruppen an, dass Deutschland ins Fadenkreuz der Terroristen geraten sei. (dapd)

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