Sau zerstört: Anschlag auf das Occupy-Maskottchen
Aktualisiert

Sau zerstörtAnschlag auf das Occupy-Maskottchen

Ein imposantes Schwein aus Pappe ist das Maskottchen der Zürcher Occupy-Bewegung. Jetzt ist es Opfer eines Brandanschlags geworden.

von
Marco Lüssi
Von Unbekannten beschädigt: Das Occupy-Schwein beim Stauffacher. (lüs)

Von Unbekannten beschädigt: Das Occupy-Schwein beim Stauffacher. (lüs)

Die Mitglieder der Bewegung Occupy Paradeplatz sind empört. Und zwar für einmal nicht nur über das weltweite Bankensystem, sondern auch über einen Brandanschlag, der auf ihr Maskottchen verübt worden ist: Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag die grosse Sau angezündet, die vor der St.-Jakob-Kirche am Stauffacher stand und die die Aktivisten – als Mahnmal für das Wirken von gierigen «Kapitalistenschweinen» – in liebevoller Handarbeit hergestellt hatten.

Seither war sie ein beliebtes Fotosujet beim Info-Stand, den Occupy auch nach der Auflösung des Camps beim Stauffacher im Dezember weiter betreibt. «Wir sind eine gewaltlose Bewegung – deshalb ist es besonders traurig, dass die Täter so brutal vorgegangen sind, statt das Gespräch mit uns zu suchen und uns zu sagen, was sie an der Sau stört», sagt Occupy-Mitglied Hanf-Ueli. Es ist nicht das erste Mal, dass das mar­kante Wahrzeichen der Bewegung angegriffen wurde: ­Bereits früher musste es einmal repariert werden, nachdem seine Hülle zerrissen worden war.

Die Occupy-Bewegung will laut Hanf-Ueli an ihrer Vollversammlung darüber diskutieren, ob sie bei der Stadtpolizei Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten wird. Ausserdem soll das Schwein eventuell durch ein widerstandsfähigeres Modell aus Metall ersetzt werden.

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