Terrorangst: Anschlag auf Menschenmenge geplant
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TerrorangstAnschlag auf Menschenmenge geplant

Islamistische Terroristen bereiten offenbar einen weiteren Anschlag in Deutschland vor. Eine ferngesteuerte Bombe soll dabei in einer «grossen Stadt» explodieren.

Schwerbewaffnete Polizisten dürften in Deutschland noch länger das Strassenbild in den Grossstädten prägen.

Schwerbewaffnete Polizisten dürften in Deutschland noch länger das Strassenbild in den Grossstädten prägen.

Die Terrorangst in Deutschland erhält neue Nahrung: Einem Fernsehbericht zufolge soll es einen weiteren Anschlagsplan islamistischer Terroristen geben. Neben einem Attentat im Raum Berlin sei auch ein Anschlag mit Hilfe einer zeitgesteuerten Spreng- und Brandvorrichtung geplant, meldete das ARD-Magazin «Report Mainz» laut Vorabbericht vom Samstag unter Berufung auf ein internes Papier des Bundeskriminalamtes (BKA). Dabei handle es sich nicht um ein Selbstmordattentat.

Zwei Personen planten einen Anschlag auf «eine Menschenmenge in einer grossen Stadt», berichtete Magazin, das am Montag um 21.45 Uhr im ersten Programm ausgestrahlt wird. Sie seien bereits vor sechs bis acht Wochen aus der pakistanischen Provinz Waziristan nach Deutschland eingereist und warteten noch auf die Zünder, die aus der Türkei auf dem Landweg nach Deutschland geschmuggelt werden sollten. «Aktuell würden beide Attentäter wechselnden Unterschlupf bei anderen Personen finden, sie würden gemeinsam wohnen, nicht telefonieren, nicht in die Moschee gehen und auf westliches Aussehen achten», zitierte «Report Mainz» aus dem BKA-Papier.

BKA hält Szenarien für glaubwürdig

Bei einem weiteren Anschlagsszenario bereiten dem Magazin zufolge vier Personen mit Schusswaffen und Sprengstoffwesten ein Selbstmordattentat mutmasslich im Raum Berlin vor. Ähnlich wie bei den Anschlägen von Mumbai in Indien sollten dabei Kriegswaffen und Sprengstoffwesten zum Einsatz kommen. Diese Personen seien ebenfalls bereits in Deutschland befänden sich noch in einem speziell für künftige Selbstmordattentäter reservierten Versteck, wo sie «abschliessend ideologisch indoktriniert» würden. Laut BKA seien die Anschlagsszenarien weitestgehend schlüssig und plausibel und damit als «grundsätzlich glaubwürdig zu bewerten». Die involvierten Personen könnten bisher nicht identifiziert werden.

Von einem geplanten Anschlag in Berlin hatten bereits die Nachrichtenmagazine «Spiegel» und «Focus» berichtet. Laut «Spiegel» planen islamistische Terroristen eine Geiselnahme und ein Blutbad im Reichstag. BKA-Chef Jörg Ziercke nannte diesen Bericht «hochspekulativ» und grenzwertig. Das BKA habe keine konkreten Informationen über Terrorziele. «Es gibt keine Hinweise auf bestimmte Orte, Personen oder Zeitpunkte», sagte Ziercke. (dapd)

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