Zürich: Anschlag auf SVP-Parteisekretariat
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ZürichAnschlag auf SVP-Parteisekretariat

Bei der Kundgebung gegen die Annahme der Anti-Minarett-Initiative in Zürich haben Unbekannte in der vergangenen Nacht die Türe der SVP-Geschäftsstelle in der Zürcher City beschädigt. Laut Polizeiangaben wurde eine Glastür eingeschlagen.

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kub

Bei ihrer Aktion gegen die SVP sei es nicht nur um die Anti-Minarett-Initiative gegangen, teilte das Organisationskomitee der Kundgebung am Montag mit. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten suchten Parteien wie die SVP und EDU Sündenböcke, um von den Verantwortlichen der Krise - darunter finanzkräftige Funktionäre dieser Parteien - abzulenken.

Wie es auf Anfrage bei der Stadtpolizei Zürich hiess, ist bei der Geschäftsstelle eine Glasscheibe der Türe eingeschlagen worden. Auch Eier flogen durch die Luft. Die mehreren hundert Demonstranten hinterliessen beim Eingang eine Minarett-Atrappe und einen Gebetsteppich. Die SVP hat laut Angaben eines Sprechers Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Die Partei nimmt laut ihren Angaben die Sachbeschädigungen und telefonischen Belästigungen zur Kenntnis. Sie verurteilte das mangelnde Demokratieverständnis von Teilen der Abstimmungsverlierer scharf.

Dies ist bereits das dritte Mal, dass auf das Geschäftshaus, in dem sich das Parteisekretariat der SVP befindet, ein Anschlag verübt wurde. Die anderen zwei Male handelte es sich um Farbanschläge. «Dies ist eindeutig der gröbste Vorfall», sagt Parteisekretär Yves Gadient. Im Parteisekretariat ist man überrascht vom Ausmass der Zerstörung. «Diese Leute sind nicht in der Lage, ein Abstimmungsergebnis zu akzeptieren», so Gadient. (kub/sda/dapd)

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