Irak: Anschlagsserie zielt auf Provinzregierung
Aktualisiert

IrakAnschlagsserie zielt auf Provinzregierung

Bei einer Reihe von Anschlägen in der westirakischen Stadt Ramadi sind am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter viele Polizisten. Mehr als 45 Menschen wurden verletzt.

Nach Polizeiangaben waren die ersten beiden Sprengsätze in einem geparkten Auto und in einem Motorrad versteckt. Sie detonierten vor dem Gebäude der Provinzregierung. Eine dritte Bombe explodierte, als Sanitäter und andere Helfer die Verletzten in ein nahe gelegenes Spital bringen wollten. Die dritte Attacke war laut Zeugen ein Selbstmordanschlag.

In dem Regierungsgebäude fand zur Zeit der Anschläge eine Konferenz statt. Provinzgouverneur Mohammed Kasim ging dennoch davon aus, dass die Anschläge nicht auf das Regierungsgebäude gerichtet gewesen seien. Die Sprengsätze seien in einer Autowerkstatt explodiert, «es war ein Verbrechen gegen Zivilisten».

Ramadi ist die Hauptstadt der Provinz Anbar am rechten Ufer des Euphrat, sie liegt rund 100 Kilometer westlich von Bagdad. Die Region um die Stadt und das nahe gelegene Falludscha war eine der meistumkämpften Gebiete zwischen sunnitischen Aufständischen sowie irakischer und US-Arme.

(sda)

Deine Meinung