Terror im Irak: Anschlagswelle in Bagdad – viele Tote
Aktualisiert

Terror im IrakAnschlagswelle in Bagdad – viele Tote

Mehrere Autobomben sind in fünf Schiiten-Vierteln von Bagdad explodiert. 66 Menschen wurden dabei getötet. Die Behörden vermuten die Al Kaida dahinter.

Nach einer Serie von Bombenanschlägen in Bagdad ist die Zahl der Opfer bis Dienstag auf mindesten 66 angestiegen. (Video: Reuters)

In Bagdad sind bei einer Serie von Bombenanschlägen am Montag mehr als 66 Menschen getötet worden. Mehr als 150 wurden verletzt.

Nach Angaben der Polizei gingen auf Märkten und in Geschäftsstrassen mindestens elf Sprengsätze hoch. Die Anschläge wurden in Gegenden verübt, die überwiegend von Schiiten bewohnt sind.

Die Verantwortung übernahm zunächst niemand. Ähnliche Taten wurden meist sunnitischen Extremisten und dem irakischen Ableger der Al-Kaida zugeschrieben.

Angst vor Bürgerkrieg

Allein im bekannten Schiitenviertel Sadr-Stadt gingen zwei im Abstand von 100 Metern platzierte Bomben hoch. Dabei wurden laut Polizei und Spitälern mindestens 13 Menschen getötet.

Zunehmende Gewalttätigkeiten zwischen Schiiten und Sunniten sowie Anschläge auf Sicherheitskräfte nähren im Irak die Sorgen vor einer Neuauflage der bürgerkriegsähnlichen Zustände in den Jahren 2006-2007.

Der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien trägt zusätzlich zur Gefährdung der inneren Stabilität in dem Golfstaat bei. Dort kämpfen zumeist sunnitischen Rebellen gegen Präsident Baschar al-Assad, der der Volksgruppe der Alawiten angehört, die aus den Schiiten hervorgegangen sind. (sda)

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