Znacht mit den Geissens: «Ansonsten vererb ich ihnen die Scheisse gerne»
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Znacht mit den Geissens«Ansonsten vererb ich ihnen die Scheisse gerne»

Wöchentlich präsentieren sich die Geissens im Reality-TV. Wie tickt das schillernde Paar, wenn die Kameras aus sind? 20 Minuten hat Carmen und Robert getroffen.

von
Lorena Sauter

Aufgebrezelt wie immer stöckelt Carmen Geiss auf ihren Mörder-Heels durch den Raum. Dass sie vor wenigen Tagen auf ihr Steissbein fiel, ist ihr wurst. Schliesslich hat sie ihr Sitzkissen dabei. «Beim Sitzen schmerzt es, dann rutsch ich halt von einer Arschbacke auf die andere», sagt sie am Ende des Abends beim Dessert, das sie übrigens nicht isst, weil sie drei Kilo zugelegt hat. Im Rahmen einer Veranstaltung von RTL II hat 20 Minuten die Geissens am Mittwoch zu einem Dinner mit Rindsfilet und Weisswein getroffen.

Würde Carmens Smartphone nicht ständig klingeln, die beiden würden an der Tafel neben den anderen Gästen kaum auffallen. «Roooobääärt»-Rufe von Carmen gibts keine. Starallüren ebenso wenig. Ganz entspannt plaudert die 50-Jährige – mit Serviette auf den Beinen – beim Essen aus dem Nähkästchen. Veranstaltungen im kleinen Rahmen mögen die Geissens. Die ganz grossen hingegen sind weniger ihr Ding: «Rote Teppiche sind wie vergoldete Arbeitsämter. Jeder will was, drängt sich auf. Schrecklich», sagt Carmen.

«Die Scheisse vererb ich ihnen gerne»

Schon wieder ruft eine Tochter an. Diesmal ist es nicht Shania, sondern Davina. «Ich dich auch, Schatz», beendet Carmen das kurze Gespräch und erzählt: «Wir versuchen nie länger als eine Nacht getrennt von ihnen zu sein. Sie sind das Wichtigste in meinem Leben.» Zweifellos. Mehrere Fehlgeburten prägen auch eine Geiss. Robert und sie würden die Mädchen bodenständig erziehen. Das Kindermädchen sei selten da. Und Taschengeld gebe es kontrolliert.

Carmens Marken-Handtaschen kriegen die Töchter erst recht nicht geschenkt: «Die können sie sich mal mit ihrem selbstverdienten Geld leisten – ansonsten vererb ich ihnen die Scheisse gerne.» 50 Euro pro Drehtag würde jedes Kind bekommen. «Die haben schon was auf der Bank», versichert Carmen. Dass sich eine Tochter kürzlich Overknee-Stiefel kaufte, passte ihr dann aber gar nicht. «Völlig übertrieben!»

Zweimal pro Woche gehts zum Coiffeur

Überhaupt schaue sie aufs Geld, sagt Carmen. Sie shoppe gerne im Sale und habe einen günstigen Coiffeur. «Ich zahle 32 Euro und gebe jeweils fünf Euro Trinkgeld», verrät sie. Das dann aber achtmal im Monat. Robert – der grad in ein Männergespräch verwickelt ist – hingegen scheint schon mit einem Glas Wein, Silberkette um den Hals und der Sonnenbrille mit blauen Gläsern, die er den ganzen Abend über trägt, total happy zu sein.

Die beiden sind so authentisch, unterhaltsam und direkt, wie man sie aus dem TV kennt. Klar, die Meinung anderer ist Carmen schliesslich auch «scheissegal». Genauso scheissegal, wie wenn sie einmal nicht mehr berühmt wäre. Einzig «falsche und primitive» Schlagzeilen verletzen sie. Und Vertrauensmissbrauch: «Freunde fallen im Krieg. Ich vertraue nur meinem Mann und meiner Mutter.»

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