Aktualisiert 27.09.2005 22:00

Anstandsregeln für Szenis

Die Zürcher Clubbesucher werden immer unanständiger: Ihr Verhalten führt zu Klagen in der Nachbarschaft. Mit einer Kampagne wollen 17 Clubs Gegensteuer geben.

Viele Partygänger schrecken nicht davor zurück, an Hauswände zu pinkeln, Abfall auf den Boden zu werfen, ihre Autos wild zu parkieren oder lauthals in die Nacht zu johlen.

Diesem Treiben will der Verein Safer Clubbing mit der Kampagne «Die 5 Ausser-Haus-Regeln!» ein Ende setzen: 2000 Plakate und 30 000 Flyer sollen verteilt werden. «Damit wollen wir die Clubbesucher auf die Anliegen der Nachbarschaft aufmerksam machen», sagt Sprecherin Sigi Gübeli.

Bei Safer Clubbing wirken insgesamt 17 namhafte Discos, darunter die Tonimolkerei oder der Club Q, mit. Das Q ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen: «Wir haben Abfallcontainer aufgestellt und fünf zusätzliche Toiletten eingebaut», sagt Geschäftsführer Urs Kind.

Auch in Sachen Drogen lief einiges: Die Safer Clubber haben freiwillig einen «Ehrenkodex» festgelegt. «Wir lassen unsere Clubs laufend von einer Qualitätskommission kontrollieren», sagt Gübeli. Werden in einem Laden Verstösse festgestellt, droht der Rausschmiss aus dem Verein. Zudem wollen sich die Clubbetreiber untereinander via «Hotline» vor aggressiven Partygästen warnen.

Romina Lenzlinger

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